NRW-Juniorballett gegründet

Am Theater Dortmund

Das "Tanzland NRW" bekommt eine neue Attraktion. Im Dortmunder Ballettzentrum im Westfalenpark hat Kulturministerin Ute Schäfer gestern das "Juniorballett" gegründet. - Eine in dieser Form bundesweit einmalige Einrichtung.

DORTMUND

, 20.06.2014, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ganz in Weiß tanzten die Mitglieder der Dortmunder Ballettcompagnie bei der Gründung des NRW-Juniorballetts. Dessen Debütanten, zwölf Tänzerinnen und Tänzer, starten im August.

Ganz in Weiß tanzten die Mitglieder der Dortmunder Ballettcompagnie bei der Gründung des NRW-Juniorballetts. Dessen Debütanten, zwölf Tänzerinnen und Tänzer, starten im August.

Sechs Tänzerinnen und sechs Tänzer zwischen 18 und 20 Jahren, die bereits eine Ausbildung an einer Balletthochschule abgeschlossen haben, werden zunächst drei Jahre mit dem Dortmunder Ballett proben und in zwei Produktionen pro Jahr mit auf der Bühne stehen. Außerdem erarbeiten sie eigene Abende mit Star-Choreografen und gastieren damit im Umland. Insbesondere an Auftritte im Sauerland denken die Organisatoren, denn das Dortmunder Ballett kann die vielen Wünsche nach Gastspielen nicht mehr erfüllen.

NRW ist ein Hotspot des Tanzes Außerdem seien Projekte vom Juniorballett mit Schulen und Migranten geplant, so der Arnsberger Regierungspräsident Gerd Bollermann. "NRW ist ein Hotspot der Tanzkunst", betonte der Politiker.

Erfahrene Solisten der Dortmunder Compagnie übernehmen jeweils eine Mentorenschaft für die Eleven, die so viel Bühnenpraxis wie möglich sammeln sollen.

"Wir wollen erstklassige Solisten ausbilden. Dortmund soll eine Drehscheibe des Tanzes werden", beschreibt der Dortmunder Ballettmanager Tobias Ehinger das Projekt, das die Dortmunder Compagnie angestoßen hat. "Die jungen Tänzer können von unserer Compagnie viel lernen", freut sich der Dortmunder Ballettdirektor Xin Peng Wang.

Die frühere Eleven-Ausbildung rückt das Dortmunder Ballett mit dem Juniorballett auf eine höhere Stufe. Jugendballette gibt es in Deutschland nur in Hamburg und an der Staatsoper in München. Beide haben jedoch ein anderes Konzept.

240 000 Euro Kosten "NRW ist ein Tanzland", betonte die Ministerin gestern. Sie freue sich, dass auch Demis Volpi, der gerade in Essen mit dem "Tanzpreis Zukunft" ausgezeichnet worden ist, mit den Eleven arbeiten werde.

Die jungen Tänzer kommen aus sieben Ländern und sind aus 4000 Bewerbern ausgewählt worden. 800 haben vorgetanzt. Ab August trainieren sie in Dortmund.

Die Kosten für das Juniorballett (240 000 Euro pro Jahr) teilen sich zu je einem Drittel das Land NRW, die Stadt Dortmund und die Opländer-Stiftung als privater Förderer.

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