NRW: Viele Geschäfte machen wieder auf - Online-Semester beginnt

Coronavirus

Nach Wochen des Stillstands gehen in Nordrhein-Westfalen am Montag etliche Türen wieder auf. Andernorts wird noch mit Hochdruck daran gearbeitet, die neue Normalität vorzubereiten.

Düsseldorf

20.04.2020, 06:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Ab Montag! Wieder geöffnet“ steht auf einem Zettel, der an der Tür eines Schuhgeschäfts in Herdecke befestigt ist. Nach der langen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie werden viele Läden in NRW auf die Wiedereröffnung vorbereitet.

„Ab Montag! Wieder geöffnet“ steht auf einem Zettel, der an der Tür eines Schuhgeschäfts in Herdecke befestigt ist. Nach der langen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie werden viele Läden in NRW auf die Wiedereröffnung vorbereitet. © picture alliance/dpa

Nach einem wochenlangen Shutdown soll in Nordrhein-Westfalen am Montag ein Stück Normalität zurückkehren. Viele Geschäfte dürfen ihre Türen wieder öffnen. Dazu gehören alle Läden mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, außerdem gelten Ausnahmen etwa für Autohäuser, Fahrradläden, Möbelhäuser und Babyfachmärkte. Allerdings gelten strenge Vorgaben: Dabei gilt Abstand halten als A und O.

An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen startet außerdem für Hunderttausende Studierende das Sommersemester - aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ausschließlich online. Bis Präsenzveranstaltungen an den 70 Hochschulen in NRW wieder möglich sind, werden viele Studierenden im Land zum großen Teil vor dem Bildschirm im Videochat statt im Hörsaal sitzen.

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An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wird etwa die Lehr-und Lernplattform „eCAMPUS“ die zentrale Rolle spielen. Inzwischen seien alle Veranstaltungen dafür eingerichtet, informierte die Hochschule ihre Studierenden. So könnten etwa vertonte Folien oder Texte hochgeladen werden. Auch Videokonferenz-Systeme wie „Zoom“ werden beim digitalen Semesterstart genutzt, etwa für Vorlesungen oder Seminare. Auch die anderen Hochschulen des Landes halten ihre Studierenden in diesen Tagen über Internetseiten und Mails auf dem Laufenden, wie das Lehrangebot anlaufen soll.

Die Schulen öffnen am Montag ebenfalls nach Wochen wieder ihre Pforten - allerdings noch nicht für die Schüler, sondern zunächst nur die Lehrer und das übrige Personal. Für einige Tausend Schüler gilt ab Donnerstag in Nordrhein-Westfalen wieder die Schulpflicht. Dazu gehören nach Angaben des Schulministeriums Schüler in Abschlussklassen an weiterführenden Schulen, Förderschulen und Berufskollegs, die vor Prüfungen stehen. Dies konkretisierte das Schulministerium am Wochenende in einer Mail an alle Schulen. Eine Ausnahme bilden die Abiturienten: Sie können die Schule ab Donnerstag freiwillig besuchen.

Hygiene-Vorgaben des Landes umsetzen

Bis dahin müssen die Schulen mit Hochdruck daran arbeiten, die Hygiene-Vorgaben des Landes umzusetzen. Die zentrale Regel dabei lautet: Abstand halten. So müssen die Lerngruppen so aufgebaut werden, dass zwischen den Schülern untereinander und den Lehrern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Außerdem sollen Namenslisten erstellt werden, um Kontakte im Fall einer Infektion nachverfolgen zu können. Die Vorgaben sehen zudem eine ausreichende Zahl an Waschbecken und Seifenspender vor, damit Hände regelmäßig gewaschen werden können. Eine Maskenpflicht in den Schulen soll es nicht geben. Der Städtetag, die Opposition und viele Schüler kritisierten den Schulstart als verfrüht.

dpa/lnw

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