Nur die erste Garde geht ins Rennen beim Festival "Stücke 09" in Mülheim

MÜLHEIM Nur die erste Garde deutschsprachiger Theaterautoren, fast nur Bühnen und Regisseure der Spitzenklasse: Das 34. Festival "Stücke 09" in Mülheim, das sich zur wichtigsten Leistungsschau der Gegenwartsdramatik gemausert hat, bietet vom 16. Mai bis 6. Juni ein absolut hochkarätiges Programm. "Fast vergleichbar mit dem Berliner Theatertreffen", sagte gestern Franz Wille, Sprecher des Auswahlgremiums.

von Von Bettina Jäger

, 18.03.2009, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nur die erste Garde geht ins Rennen beim Festival "Stücke 09" in Mülheim

Das Theater Bonn zeigt "Die goldenen letzten Jahre" in Mülheim.

Eine Gesellschaft lebt den "Wohlstandskompromiss" Großes Thema diesmal: eine Gesellschaft, die im "Wohlstandskompromiss" lebt. Im Stück "Hier und Jetzt" von Schimmelpfennig erleben wir eine "alkoholisch aufgelockerte Hochzeitsgesellschaft" (Zitat Wille) in der Regie von Jürgen Gosch. Eine spektakuläre Inszenierung aus Zürich, die auch in Mülheim in einer großen Halle zu sehen sein wird. Elfriede Jelineks "Rechnitz" machte Schlagzeilen, weil es um ein furchtbares Massaker an jüdischen Zwangsarbeitern am Rande eines Festes geht, das eine Thyssen-Tochter 1945 ausgerichtet hatte. Inszeniert hat Jossi Wieler - ein ebenso bekannter Regisseur wie Sebastian Nübling. Der hat Oliver Bukowskis "Kritische Masse" in Szene gesetzt.Theater Bonn hält die NRW-Fahne hoch

Eine Gesellschaft lebt den "Wohlstandskompromiss" Großes Thema diesmal: eine Gesellschaft, die im "Wohlstandskompromiss" lebt. Im Stück "Hier und Jetzt" von Schimmelpfennig erleben wir eine "alkoholisch aufgelockerte Hochzeitsgesellschaft" (Zitat Wille) in der Regie von Jürgen Gosch. Eine spektakuläre Inszenierung aus Zürich, die auch in Mülheim in einer großen Halle zu sehen sein wird. Elfriede Jelineks "Rechnitz" machte Schlagzeilen, weil es um ein furchtbares Massaker an jüdischen Zwangsarbeitern am Rande eines Festes geht, das eine Thyssen-Tochter 1945 ausgerichtet hatte. Inszeniert hat Jossi Wieler - ein ebenso bekannter Regisseur wie Sebastian Nübling. Der hat Oliver Bukowskis "Kritische Masse" in Szene gesetzt.Theater Bonn hält die NRW-Fahne hoch

Die NRW-Fahne hoch hält das Theater Bonn, dessen Intendant Klaus Weise denn auch gestern zur Vorstellung des Programms gekommen war. Sibylle Bergs "Die goldenen letzten Jahre" erzählt von vier Außenseitern, die sich bitterböse rächen. Leider die einzige Nominierung aus unserem Bundesland. Das Festival im Überblick:Sibylle Berg: Die goldenen letzten Jahre, Theater BonnOliver Bukowski: Kritische Masse, Deutsches Schauspielhaus HamburgLutz Hübner: Geisterfahrer, Schauspiel HannoverElfriede Jelinek: Rechnitz (Der Würgeengel), Münchner KammerspieleRené Pollesch: Fantasma, Burgtheater WienRoland Schimmelpfennig: Hier und Jetzt, Schauspielhaus ZürichUlrike Syha: Privatleben, Schauspielhaus ChemnitzKarten und Termine ab Ende März unter (0208) 455 41 12.