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Oberheim ist jetzt ein schwarzer Falke

Motorsport

Der Schermbecker Rennfahrer Moritz Oberheim nimmt in der VLN Langstreckenserie am Nürburgring in diesem Jahr eine neue Herausforderung an. Er startet für das erfolgreiche „Black Falcon“ Racing Team auf einem der neuen Mercedes-AMG GT4.

SCHERMBECK

von Horst Lehr

, 20.03.2018
Oberheim ist jetzt ein schwarzer Falke

Moritz Oberheim fährt in der neuen Saison für das „Black Falcon“ Racing Team auf einem der neuen Mercedes-AMG GT4. Foto: Lehr

Erste Kontakte zum neuen Team entstanden schon nach den Siegen des schnellen Schermbeckers im BMW und Porsche Cayman Cup. Kurz vor Saisonbeginn ging dann alles sehr schnell und Oberheim übernahm gerne das Cockpit im neuen Team.

Sein neues Sportgerät ist ein reinrassiger Frontmotor-Rennwagen der neuesten Generation, der von einem bärenstarken 4,0-Liter-V8 Biturbo-Triebwerk befeuert wird. Er ist mit einer ausgereiften Rennsport-Technik speziell auf die Ansprüche internationaler GT4-Rennserien ausgelegt.

Weil die an vergangenen Wochenende geplanten offiziellen Test- und Einstellfahrten wetterbedingt abgesagt wurden, hatte Alexander Böhm, Teamchef der im Industriegebiet Meuspath direkt an der legendären Nordschleife gelegenen Rennwagenschmiede, kurzerhand zu einem Track Day auf dem Grand-Prix-Kurs eingeladen.

Dort traf Moritz Oberheim am Samstagmorgen zum ersten Mal sein neues Team und fühlte sich schon bei der Begrüßung am Auto herzlich aufgenommen. Danach ging es mit der ersten Sitzprobe schon gleich ans Eingemachte. Das war für Oberheim völlig ungewohnt, denn der Rennsitz in diesem Fahrzeug ist eine festmontierte, nicht verstellbare Carbonschale. Die Größenanpassung an den Fahrer erfolgt dabei über eine verstellbare Pedalerie und die Sitzposition ist weiter hinten im Auto.

Nach den ersten Regenschauern trocknete die Strecke am Samstag bei etwa 6  Grad und einigen Sonnenstrahlen zunehmend ab und Oberheim übernahm das Cockpit. Wie schon in der Vergangenheit fand er sich schnell mit der neuen Technik zurecht und konnte sich schon nach wenigen Runden an das Potenzial des neuen Sportgeräts herantasten. In seinem zweiten Stint ging es dann schon richtig zügig voran und am Ende des Turns stand mit 1:34 Minuten schon eine wirklich schnelle Grand-Prix-Runde auf dem Zeitenmonitor. Als Oberheim dann den Wagen sicher in die Box zurückbrachte, staunte nicht nur der Chefmechaniker, sondern auch Teamchef Böhm, der gerade zu diesem Zeitpunkt die Box betrat. Oberheim war total begeistert und sagte: „Das Auto ist der absolute Wahnsinn in allen Belangen.“ Der junge Schermbecker lobte besonders den Speed und die im Fahrzeug verbaute Traktionskontrolle. (Traction Control): „Dieses System ist so fein justierbar, dass man auch im Regen sofort ein sicheres Fahrgefühl und Vertrauen ins Auto bekommt.“

Aber auch die weiteren technischen Details wie das spezielle „ Renn ABS“ und die Bremsanlage haben Oberheim restlos überzeugt. Bis in den Nachmittag hinein fuhren er und seine neuen Teamkollegen Fidel Leib und Stefan Karg abwechselnd weiter schnelle Runden, um so schon möglichst viele Basisdaten für das Setup des Fahrzeugs zu bekommen.

Oberheim freut sich nun auf seinen ersten Renneinsatz im neuen Team bei der 64. Westfalenfahrt, dem ersten Lauf der VLN Serie, am kommenden Wochenende: „Dann geht es endlich wieder auf Zeitenjagd im echten Wettbewerb.“

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