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Oberheim wechselt vom Kart zum Auto

Motorsport

Für den Schermbecker Nachwuchsfahrer Moritz Oberheim stand in diesem Sommer der Sprung vom Kart zum Auto an. Ein Wechsel, den der 15-Jährige hervorragend meisterte.

SCHERMBECK

05.11.2012
Oberheim wechselt vom Kart zum Auto

Moritz Oberheim und sein neues »Sportgerät«, ein BMW 318 IS.

Als Disziplin wählten Vater Stephan Oberheim und Sohn Moritz den Automobilslalom aus. Hier wird ausschließlich gegen die Uhr gefahren, somit können teure Unfallschäden weitestgehend ausgeschlossen werden. Die meistens auf Flugplätzen ausgetragenen Rennveranstaltungen sind aber nicht minder anspruchsvoll. Ein mit Pylonen abgesteckter Kurs mit einer Länge von ca. 1000 bis 3000 m muss möglichst schnell und ohne Berührung der Pylonen durchfahren werden. Hierbei können Geschwindigkeiten jenseits der 150 km/h erreicht werden. Der Fahrer hat nur wenige Minuten Zeit, sein Können zu zeigen und muss auf den Punkt voll konzentriert sein, ähnlich wie bei einer Wertungsprüfung im Rallyesport.

Moritz Oberheim hat sich dieser neuen Aufgabe mit Begeisterung gestellt. Sein Rennwagen ist ein BMW 318 IS mit einer Leistung von 136 PS bei nur 1100 kg Fahrzeuggewicht. Dieses Auto ist besonders gut für den Slalomsport geeignet. Vom Sereinauto unterscheidet sich der Wagen vor allem durch das Fahrwerk, die Sicherheitsausstattung und die Reifen. Gleich beim ersten Slalom in Recklinghausen beeindruckte der junge Schermbecker mit guten Rundenzeiten. Einige Anfängerfehler verhinderten allerdings eine gute Platzierung. Doch Moritz steigerte sich stetig und bereits bei der dritten Veranstaltung in Neuss konnte er einen überlegenen Klassensieg einfahren. Am vergangenen Wochenende gelang ihm in Meschede sogar der Gesamtsieg.

„Es macht riesig Spaß, mit dem Auto durch den Pylonenwald zu jagen“, erzählt der Nachwuchsfahrer: „Man muss von der ersten Sekunde an voll ans Limit gehen und darf sich trotzdem keinen Fehler erlauben. Für einen umgefahrenen Pylon gibt es drei Strafsekunden, da ist man gleich raus aus den vorderen Plätzen. Ich möchte in 2013 die Deutsche Slalom Meisterschaft fahren und bereite mich derzeit darauf vor. Ich glaube, dass der Slalomsport eine gute Schule für ambitionierten Motorsportler ist. Meine Erfahrung im Kart kommt mir hier spürbar zu Gute. Das Kart ist jetzt eben ein Auto und nur etwas größer und schwerer.“

Parallel zum Automobilsport will Moritz Oberheim im nächsten Jahr aber auch noch einige Kartrennen bestreiten: „Ich habe zweimal die WM-Qualifikation in der RMC knapp verpasst. Dieses Jahr werde ich sechs Rennen im Kart bestreiten und erneut versuchen, die Serie zu gewinnen.“ Denn nur dann gibt es das begehrte Ticket zu den Grand Finals, der Kart-WM für Rotax Fahrer. Mitte November geht es aber erst einmal auf die Rennstrecke in Zandvoort. Eine Rennlizenz hat Moritz mit seinen 15 Jahren bereits in der Tasche. Zusammen mit einem erfahrenen Instruktor wird Moritz erste Erfahrungen auf einer Rundstrecke sammeln, um seine Fahrtechniken zu verbessern.