Oxford und AstraZeneca wollen Tests mit Corona-Impfstoff wieder aufnehmen

Coronavirus

Der Pharmakonzern AstraZeneca nimmt die Tests für einen Corona-Impfstoff wieder auf. Zuvor war es bei einem Patienten zu einer schweren Nebenwirkung gekommen.

12.09.2020, 20:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
AstraZeneca nimmt die Tests seines Vakzins wieder auf.

AstraZeneca nimmt die Tests seines Vakzins wieder auf. © picture alliance/dpa

Die Universität Oxford hat eine Wiederaufnahme der Tests für ihre Corona-Impfstoffentwicklung mit dem Pharmakonzern AstraZeneca angekündigt. Die Studie war vor wenigen Tagen unterbrochen worden, weil bei einer britischen Probandin mögliche Nebenwirkungen vermeldet worden waren.

Bei großen Studien wie dieser entspreche es den Erwartungen, dass manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich nicht wohl fühlten, und jeder Fall müsse sorgsam untersucht werden, um eine vorsichtige Einschätzung der Sicherheit sicher zu stellen, teilte die britische Hochschule mit. Der Impfstoff sei weltweit etwa 18.000 Menschen verabreicht worden.

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Ein Sprecher von AstraZeneca hatte in den vergangenen Tagen gesagt, dass bei einer Frau ernste neurologische Symptome aufgetreten seien, weswegen die Studie ausgesetzt worden sei.

Große Hoffnung auf Impfstoff

Das Vakzin AZD1222 zählte bisher zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. In den USA hatte bereits die wichtige Testphase III der klinischen Prüfung mit mehreren Zehntausend Teilnehmern begonnen. Darin wird untersucht, ob eine Vakzine tatsächlich gegen Infektionen hilft. Mit dem Biontech-Konkurrenten AstraZeneca hat die EU-Kommission bereits einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 400 Millionen Impfstoff-Dosen geschlossen.

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Tests des Impfstoff offenbar nicht zum ersten Mal gestoppt wurden, sondern bereits zuvor, als im Juli eine Teilnehmerin erkrankt war. Die Universität Oxford bestätigte, dass die Impfstudie sowohl in Großbritannien als auch in den USA, Brasilien und Südafrika unterbrochen wurde. Ein Zusammenhang mit dem Impfstoff wurde jedoch ausgeschlossen.

RND/AP/dpa