„Park-Räuber“ in Recklinghausen: Junges Trio steht vor Gericht

Landgericht Bochum

Vor sechs Monaten hat ein junges Trio in Recklinghausen mehrfach Passanten überfallen. Sie bedrohten ihre Opfer im Park mit Messern und machten beim letzten Überfall eine außergewöhnliche Beute.

Bochum

, 06.04.2021, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Bochum steht ein junges Verbrecher-Trio vor Gericht, dass vor 6 Monaten drei Überfälle in einem Park in Recklinghausen durchgeführt hat.

In Bochum steht ein junges Verbrecher-Trio vor Gericht, dass vor 6 Monaten drei Überfälle in einem Park in Recklinghausen durchgeführt hat. © Werner von Braunschweig

Nach drei Überfällen binnen fünf Tagen im Erlbruchpark im Zentrum von Recklinghausen muss sich ein mutmaßliches Straßenräuber-Trio (16, 20 und 20 Jahre alt) vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Laut Anklage bedrohten sie ihre Opfer stets mit einem Messer.

Der Hauptangeklagte war zum Zeitpunkt der „Park-Überfälle“ gerade erst ein halbes Jahr wieder auf freiem Fuß. Im Gegensatz zu den zwei Mitangeklagten sitzt der 20-Jährige deswegen zurzeit auch in U-Haft. Laut Staatsanwaltschaft passierten die Überfälle am 16., 19. und 21. Oktober 2020.

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Zigaretten und ein Busticket sind die erste Beute

Beim ersten Überfall sollen zwei der drei Angeklagten gegen 20.55 Uhr einen 19-Jährigen mit einem Messer bedroht haben. So zwangen sie ihr Opfer, erst seine Zigarettenschachtel und dann auch noch 40 Euro Bargeld sowie ein Busticket zu übergeben.

Drei Tage später sollen dieselben zwei Angeklagten erneut im Erlbruchpark in Recklinghausen gegen 16.40 Uhr eine weitere Passantin wieder mit dem Messer bedroht und beraubt haben. Beute laut Anklage in dem zweiten Überfall: 16 Euro Bargeld.

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"Park-Räuber" erbeuten Messer beim dritten Überfall

Bei dem dritten Coup sollen alle drei Angeklagten gegen 23 Uhr ein Nachtschwärmer-Paar überfallen haben. Tatort war laut Staatsanwaltschaft auch diesmal das Erlbruchpark-Gelände hinter dem Rathaus von Recklinghausen.

Die Beute bei diesem Coup ist außergewöhnlich: Laut Anklage soll das männliche Opfer nämlich beim Versuch, selbst ein Messer zu ziehen, dazu gezwungen worden sein, eben dieses Messer als Beute herauszugeben. „Dieser Aufforderung kam der Zeuge aus Angst vor Repressalien auch nach“, heißt es in der Anklageschrift wörtlich.

Zum Prozessauftakt vor der 8. Jugendkammer hat sich noch kein Angeklagter zu den Vorwürfen geäußert. Das Urteil der Kammer wird am 28. April erwartet.

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