Pilotprojekt: Über 10.000 Deutsche dürfen schon ab 15. Juni auf die Balearen

Coronavirus

Mallorca und andere spanische Baleareninseln wollen ab Montag über 10.000 Urlauber aus Deutschland einreisen lassen. Damit wird ein Pilotprojekt umgesetzt.

Madrid/Palma

09.06.2020, 07:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über 10.000 Touristen aus Deutschland dürfen bereits ab dem 15. Juni nach Mallorca und andere Balearen-Inseln fliegen. (Archivbild)

Über 10.000 Touristen aus Deutschland dürfen bereits ab dem 15. Juni nach Mallorca und andere Balearen-Inseln fliegen. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Bis zu 10.9000 Touristen aus Deutschland dürfen schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen - also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des einstigen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher. Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt. Am Dienstag bestätigte die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, in Palma de Mallorca die Umsetzung des Projektes.

Deutschland sei aus zwei „offensichtlichen“ Gründen für dieses Pilotprojekt ausgewählt worden, sagte Armengol: „Deutschland ist das Land, aus dem am meisten Urlauber zu uns kommen, und die epidemiologischen Zahlen sind den unseren sehr ähnlich“. Zuvor hatten die Zeitung „El País“ und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca berichtet.

Das Pilotprojekt soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsprotokolle unter anderem an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren, hieß es. Das Projekt werde mit Touristen aus Deutschland durchgeführt, weil in dem Land die epidemiologische Lage sehr gut und ähnlich wie auf den Balearen sei.

Kanaren verhandeln über ähnliches Projekt

Mallorca, des Deutschen liebste Insel, soll in der zweiten Juni-Hälfte 4000 der Touristen empfangen. Je eintausend Besucher sollen nach Menorca sowie auf die Pityusen (Ibiza und Formentera) kommen.

Die Regionalpräsidentin Francina Armengol und der balearische Tourismusminister Iago Negueruela würden die weiteren Einzelheiten der Vereinbarung zwischen Palma und Madrid am Dienstag bekanntgeben, hieß es.

Den Berichten zufolge verhandeln auch die Kanaren mit Madrid über ein ähnliches Pilotprojekt. Bei diesen Gesprächen sei am Montag aber noch keine Entscheidung gefallen, weil die Kanaren „höhere Sicherheitsanforderungen“ gestellt hätten, darunter Coronavirus-Tests für alle Besucher, berichtete „El País“.

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