Platzmangel: 100.000 Mastschweine nicht geschlachtet

Tönnies-Skandal

Tönnies war für rund 12 Prozent der deutschen Fleischproduktion zuständig. Durch die vorübergehende Schließung kommen Schweinemäster in eine schwierige Lage.

NRW

01.07.2020, 08:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
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Rund 100.000 Mastschweine sollen sich anstauen, da der Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh heruntergefahren wurde. © picture-alliance / dpa/dpaweb

Weil sich in den Ställen die Schlachtschweine stauen, fordern die Deutschen Schweinehalter Klarheit darüber, wann die Tönnies Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück wieder öffnet. „Die Schweinehalter müssen das dringend wissen, wir brauchen schnell ein klares Signal, sonst droht auf Sicht ein großes Tierschutzproblem in den Ställen“, sagte der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, Torsten Staack, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch).

100.000 Schweine, die nicht wie geplant geschlachtet werden können

Laut Staack werden in Rheda-Wiedenbrück zwischen 12 und 14 Prozent der deutschen Schweine geschlachtet. Weil der Betrieb nach dem Corona-Ausbruch unter Beschäftigten aber derzeit ruht und auch andere Schlachthöfe nur reduziert arbeiten, gebe es zurzeit deutschlandweit Verarbeitungsengpässe. „In der Woche stauen sich derzeit insgesamt etwa 100 000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden können“, sagte Staack. Schweinemäster müssten massive finanzielle Verluste hinnehmen.

dpa

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