Polizei nimmt mutmaßliche Daimler-Erpresser fest

Erpressungsversuch

Die Polizei hat zwei mutmaßliche Erpresser des Daimler-Konzerns festgenommen. Sie sollen versucht haben, einen “hohen Geldbetrag” von dem Autobauer zu erpressen. Damit haben sie gedroht.

Stuttgart/Berlin

04.04.2020, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Daimler-AG: "Wir können bestätigen, dass ein Erpressungsversuch stattgefunden hat."

Daimler-AG: "Wir können bestätigen, dass ein Erpressungsversuch stattgefunden hat." © picture alliance/dpa

Eine Berliner Spezialeinheit hat zwei mutmaßliche Erpresser des Daimler-Konzerns festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 30 und 59 Jahren seien am Freitag im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf der Straße gefasst worden, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Polizei Stuttgart und die Polizei Berlin in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Daimler-AG bestätigt Erpressungsversuch

Die zwei Männer sollen versucht haben, einen "hohen Geldbetrag" von einem Industrieunternehmen zu erpressen. Nach Angaben von "Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten" und "Bild" handelte es sich dabei um die Daimler AG - Kreise bestätigten dies am Freitag auch der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Sprecherin der Daimler AG teilte am Freitag auf Anfrage in Stuttgart mit: "Wir können bestätigen, dass ein Erpressungsversuch stattgefunden hat." Man habe umgehend die Ermittler eingeschaltet und eng mit ihnen zusammengearbeitet. Es habe keine Gefahr für Menschen bestanden.

Beweismaterial gefunden

Der 30 Jahre alte Hauptverdächtige soll nach Angaben der Ermittler damit gedroht haben, giftiges Quecksilber in Unternehmensfahrzeugen zu verteilen. Rund 20 Beamte ermittelten. In der Wohnung des 30-Jährigen habe man umfangreiches Beweismaterial gefunden, das nun ausgewertet werde.

Der 30-Jährige sei der Polizei bereits bekannt gewesen wegen Rauschgiftdelikten und Betrugs, sagte ein Sprecher. Der Hauptverdächtige soll an diesem Samstag dem Haftrichter in Berlin vorgeführt werden. Der mutmaßliche Komplize wurde zunächst freigelassen, da seine genaue Tatbeteiligung noch unklar war.

RND/dpa