Premiere: Doku-Film über „Das goldene Zeitalter“ ist online

Schauspiel Dortmund

Das Theaterstück „Das goldene Zeitalter“ ist auf den ersten Blick schwer zugänglich. Es spielt mit der Eintönigkeit, mit der Wiederholung – und letztlich mit der Langeweile. Warum, soll jetzt ein Film klären, der wie ein Schlüssel zum Stück funktioniert. Am Donnerstag feierte er im Internet Premiere - wir zeigen das Video auch auf unserer Seite.

DORTMUND

, 12.02.2015, 09:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Szene aus "Das goldene Zeitalter": Die Wiederholung des ewig Gleichen - und doch ist es etwas anders. Was Regisseur Kay Voges zeigen will, wird im Doku-Film deutlich.

Eine Szene aus "Das goldene Zeitalter": Die Wiederholung des ewig Gleichen - und doch ist es etwas anders. Was Regisseur Kay Voges zeigen will, wird im Doku-Film deutlich.

Ständige Wiederholung ist die Kopie des ewig Gleichen – und doch, es gibt sie, die Momente der Varianz, die Nuance, die eine Situation in ihren Grundfesten verändert, die den Unterschied macht. Was das mit einem Liter Milch zu tun hat, dokumentiert das Schauspiel in einem Film über „Das goldene Zeitalter“.

Der Film heißt „Wenn Gott die Wiederholung nicht gewollt hätte“. Heute feiert er im Internet Premiere. Das Stück selbst wird ab dem 27. Februar unter dem Titel „The return of Das Goldene Zeitalter“ wieder auf einer Dortmunder Bühne zu sehen sein. 

Milch holen als Kern des Stücks

In dem Film kommen Intendant Kay Voges, Dramaturg Alexander Kerlin, Schauspieler und die Zuschauer zu Wort. Voges erzählt im Film, wie es zu der Idee kam: Die Geschichte Voges‘, der er als 41-jähriger Theatermacher dasselbe macht wie schon als fünfjähriger Junge, nämlich Milch holen, ist Kern aller philosophischen Überlegungen, die er und Kerlin im goldenen Zeitalter auf die Bühne bringen. Man macht dasselbe, und doch ist es jedes Mal anders, wenn auch nur ein wenig.

Im Stück benutzen Kerlin und Voges, die alles live arrangieren Texte und Ideen aus anderen Werken. Auch die Urheberrechtsfrage, die Frage nach dem Zitat, wird in der Dokumentation problematisiert. Wer das goldene Zeitalter bereits gesehen hat, oder in dieser Saison noch einmal die Chance dazu hat, für den ist der Film eine gelungene Vorbereitung. Auch hilft er, zu verstehen, was Voges eigentlich mit diesem Theater will.

Die Dokumentation

Wenn Gott die Wiederholung nicht gewollt hätte from Schauspiel Dortmund on Vimeo.

Die Online-Premiere ist der Auftakt für die Fortsetzung „The return of Das Goldene Zeitalter – 100 neue Wege dem Schicksal das Sorgerecht zu entziehen“. Karten für das Stück gibt es an der , Theaterkarree 1-3, Tel. (0231) 50 2 72 22.

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