Prosit Neujahr mit Mambo, Tango und Cha-Cha-Cha

Dortmunder Philharmoniker

Was den Wienern ihr Walzer zu Neujahr ist, ist den Amerikanern Mambo und Samba. Die Dortmunder Philharmoniker eröffneten das Jahr am Freitag schwungvoll-tänzerisch mit einer Reise durch Amerika im zwei Mal ausverkauften Opernhaus.

03.01.2016, 12:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gabriel Feltz dirigierte das Neujahrskonzert in Dortmund.

Gabriel Feltz dirigierte das Neujahrskonzert in Dortmund.

Vor einer Strandlandschaft mit Palmen spielte das Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz die "Cuban Ouverture" von Gershwin. Mit lockerem Hüftschwung dirigierte Feltz die große Besetzung, in der vor allem die acht Schlagwerker alle Hände voll zu tun hatten.

Temperamentvoller, elanvoller und emotionaler erlebt man den Generalmusikdirektor seit einiger Zeit. Nach drei Jahren und vielen Erfolgen mit seinem Orchester in jüngster Zeit scheint er nun in Dortmund richtig angekommen zu sein.

"West Side Story"

Die Bilder auf der großen Leinwand hinter dem Orchester wechselten; die Stile auch. Mit Bernstein und den Tänzen aus "West Side Story" ging's nach New York, zum feurigen Mambo, sanften Cha-Cha der Verliebten Tony und Maria und zum wild herausgespielten Straßenkampf-Rumble. Mit Broadway-Glanz überzogen die Streicher die Tänze, und auf seine Blechbläserriege konnten die Philharmoniker an diesem Abend wirklich stolz sein.

Gershwin hatte diese neue amerikanische Musicalmusik 27 Jahre zuvor mit seinem Musical "Girl Crazy" vorbereitet. Pianistin Tatiana Prushinskaya war Solistin in den sinfonischen Variationen über das "I got rhythm" aus diesem Musical. Filigran fügte sie die silbrigen Klänge des Klavierparts in die rhythmisch vertrackten und oft gegen den Strich gebürsteten Orchesterklänge ein.

Karneval in Rio

Mit dem "Estancia" von Alberto Ginastera endete die feurige Reise wie beim Karneval im benachbarten Brasilien. Der vor 100 Jahren geborene, argentinische Komponist gehört zu den Jubilaren dieses Jahres. Einen Tango durfte sich das Publikum auch noch auf der Facebook-Seite des Orchesters wünschen. Es entschied sich für den von Carlos Garbel.

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