Pumpen bei Minusgraden: Fitnessstudiokette öffnet Outdoorgyms

Fitness

Die Branche der Fitnessstudios kämpft um ihre Existenz. Nun präsentiert die Studiokette McFit ein Alternativkonzept. In mehreren deutschen Städten ist nun ein Outdoortraining möglich.

Berlin

14.02.2021, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann trainiert in einem Zelt vor einem Fitnessstudio an einem der Geräte.

Ein Mann trainiert in einem Zelt vor einem Fitnessstudio an einem der Geräte. © picture alliance/dpa

Der Lockdown macht sich auch an der eigenen Figur bemerkbar: Seit fast drei Monaten haben in Deutschland die Fitnessstudios geschlossen – wer bislang regelmäßig ins Gym gegangen war, muss sich seither mit Heimworkouts behelfen oder verzichtet ganz aufs Trainieren.

Das soll sich jetzt ändern: Die Fitnessstudiokette McFit öffnet ab dem heutigen Samstag in mehreren Städten sogenannte Outdoorgyms, darunter etwa in Hamburg, Bremen, Rostock, Braunschweig, Mannheim, Wiesbaden, Mainz, Magdeburg, Neunkirchen und Berlin. Mitglieder können dort künftig unter freiem Himmel trainieren. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Für das Training auf der Außenfläche müssen Kunden vorab einen Zeitslot im Internet buchen. Maximale Länge: 45 Minuten. So könne gewährleistet werden, dass die maximale Auslastung nicht überschritten werde und eine Kontaktverfolgung im Nachhinein sichergestellt sei, heißt es vom Unternehmen. Die Umkleideräume und WCs bleiben wegen der gesetzlichen Bestimmungen geschlossen, jedoch soll es Dixitoiletten an jedem Standort geben.

Branche kämpft um die Existenz

„Vielen aktiven Sportlern reichen die Trainingsmöglichkeiten zu Hause nicht aus“, wird der Chef der Kette, Rainer Schaller, in dem Bericht der Zeitung zitiert. Trotz Studioschließungen wolle man die Mitglieder weiter „begleiten“. Dafür wurde ein Hygienekonzept zum Trainieren an der frischen Luft entwickelt.

Komplikationen will die Fitnesskette offenbar um jeden Preis ausschließen. Neben einem Hygienegutachten ließ das Unternehmen laut dem Bericht auch ein Rechtsgutachten erstellen, um die Rechtslage in den Bundesländern zu analysieren und ihr Konzept abzusichern.

Die Kette kämpfe derweil wie alle Fitnessstudios um die Existenz: „Es betrifft mittlerweile auch die Großen der Branche“, wird Schaller zitiert. „Studiobetriebe werden vom Markt verschwinden. Diese traurige Erfahrung mussten bereits zahlreiche Betreiber in den USA machen. Ich bin mir sicher: Diese Welle wird auch Europa erfassen – und je länger der Lockdown andauert, desto dramatischer wird sie!“

RND/msc