RAG-Stiftung plant Saarpolygon

Verweis auf Strukturwandel

Eigentlich ist die RAG-Stiftung gegründet worden, um die Ewigkeitskosten des Bergbaus zu schultern. Doch sie engagiert sich auch in der Kultur. Spektakulärstes laufendes Projekt: das Saarpolygon, das ab Ende 2014 in Ensdorf (Landkreis Saarlouis) unweit der deutsch-französischen Grenze entstehen soll.

ESSEN

, 27.06.2014, 21:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
RAG-Stiftung plant Saarpolygon

<p>Spektakulärer Plan: Das Saarpolygon entsteht auf der Halde Duhamel im saarländischen Ensdorf.

 

"Unser erstes großes gemeinsames Projekt", sagte sie gestern. Die fast 30 Meter hohe stählerne Landmarke verweist auf den Strukturwandel - von der einen Seite erinnert sie an Schlägel und Eisen, die traditionellen Symbole des Bergbaus, von der anderen Seite sieht man eine schreitende Figur. Zick-Zack-Treppen in beiden "Beinen" führen zu einer Plattform. Von dort bietet sich eine herrliche Aussicht - wie beim Bottroper Tetraeder.

"Vorbild sind vergleichbare Landmarken auf Halden an der Ruhr", sagt denn auch Sabrina Manz, Sprecherin der RAG-Stiftung. Die Stiftung wird sich mit einem Drittel an den Baukosten von 1,9 Millionen Euro beteiligen. Die Arbeiten werden gerade ausgeschrieben.

 

1,5 Millionen Euro hat die RAG-Stiftung im Jahr 2013 für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgeschüttet. Ihr Ziel ist es in diesem Bereich, Industriegeschichte und unzählige individuelle Erfahrungen zu bewahren sowie das bergbauliche Erbe zu pflegen.Digitaler Kunstführer Ruhr Deshalb fördert die Stiftung das Bochumer Bergbau-Museum und die "Bibliothek des Ruhrgebiets". In die Zukunft weist der Aufbau des "Kompetenz-Zentrums Nachbergbau" an der Technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum.

Und noch ein handfestes Projekt steht auf der Zuwendungsliste der Stiftung. Eine Essener Agentur entwickelt derzeit einen digitalen Kunstführer Ruhr. Unter der Adresse kunstgebiet.ruhr entsteht eine Plattform für Künstler, Kunst-Vermittler und alle Interessierten. Sie im letzten Quartal 2014 online gehen.

 

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