Rassismusvorwürfe gegen „Die Simpsons“: So reagieren die Serienmacher

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Die Kultserie „Die Simpsons“ hat immer mehr Vorwürfe wegen vermeintlichen Rassismus bekommen. Der Grund: Auch nicht weiße Figuren wie Apu und Dr. Hibbert werden von Weißen eingesprochen.

27.06.2020, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Frau geht in Brüssel an einem Werbeplakat für den Kinofilm „The Simpsons“ mit Homer Simpson entlang.

Eine Frau geht in Brüssel an einem Werbeplakat für den Kinofilm „The Simpsons“ mit Homer Simpson entlang. © picture alliance / Benoit Doppag

Seit dem Tod von George Floyd setzt sich alle Welt wieder mehr mit dem Thema Rassismus auseinander. Das trifft auch die Kultserie „Die Simpsons“: Dort werden bisher auch nicht weiße Figuren wie Apu von weißen Schauspielern eingesprochen, was auf Kritik stößt. Die Serienmacher reagieren nun darauf.

Wie unter anderem der „Spiegel“ und „Deutschlandfunk“ mit Berufung auf die Produktionsfirma Fox Studios berichten, soll sich das jetzt ändern. Das betrifft demnach konkret die Figuren Apu Nahasapeemapetilon und Dr. Hibbert, die künftig nicht mehr wie bisher von weißen Sprechern synchronisiert werden sollen.

Hank Azaria hat Rückzug schon im Januar bekannt gegeben

Bereits im Januar hatte der weiße Sprecher von Apu, Hank Azaria, bekannt gegeben, die Figur nicht mehr sprechen zu wollen. Der Grund: Immer wieder war Kritik daran laut geworden – vor allem an dem überzeichneten indischen Akzent, den er der Figur gab, störten sich viele und sahen darin Rassismus.

2017 erschien sogar eine Doku namens „The Problem with Apu“ des Comedians Hari Kondabolu (37), die sich mit der Problematik beschäftigte. Darin erläuterten indischstämmige US-Amerikaner, welche Diskriminierungserfahrungen sie mit dem Charakter verbinden.

Nun soll außerdem auch die Figur Dr. Hibbert nicht mehr von einem Weißen gesprochen werden, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten. Der „Simpsons“-Arzt wurde bisher von Schauspieler Harry Shearer vertont, der auch noch weiteren Figuren der Serie seine Stimme leiht. Was nun mit den Figuren passiert, ist offenbar noch unklar.

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