Ruhrstadt zerfällt – aber erst im Jahr 2044

Theatertour „54. Stadt“

Statt immer nur über Zukunftsgestaltung zu reden, so die künstlerische Leiterin von „Urbane Künste Ruhr“ Katja Aßmann, heißt es im September, gemeinsam zu reisen. Und zwar ins Jahr 2044. Eine Kooperation mit dem Mülheimer Ringlokschuppen und dem Theater Oberhausen macht’s möglich.

MÜLHEIM

, 17.06.2014, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Macher der »54. Stadt« (v.l.): Gestalter Caspar Pichner, Videokünstler Roman Hagenbrock und Autor Jörg Albrecht.

Drei Macher der »54. Stadt« (v.l.): Gestalter Caspar Pichner, Videokünstler Roman Hagenbrock und Autor Jörg Albrecht.

Theatertour „54. Stadt“, Termine: 12.-14. September, zwischen Ringlokschuppen Mülheim und Theater Oberhausen; Gesamtlänge: 6 Stunden, für Imbiss und Transporte zwischen den Spielstätten ist gesorgt; Vorverkauf: Karten-Tel.: 0208-99316-0; 25 Prozent Frühbucherrabatt bis 4.7. 

Die Ruhrstadt als Zusammenschluss der 53 Städte und Kommunen des heutigen Ruhrgebiets hat sich etabliert, die verschiedenen Berufsgruppen haben sich komfortabel in ihr eingerichtet: In Dortmund leben die Modedesigner, in Hamm die Stadtplaner, im beschaulicheren Kreis Wesel die Schriftsteller...Doch jetzt, 2044, droht schon wieder der Zerfall. Im Ringlokschuppen als der ersten Station von „54. Stadt“ wird die Performancekünstlergruppe „Ligna“ von Chören ein Requiem der Ruhrstadt singen lassen. Dann müssen sich die Theaterbesucher trennen.

Die Einen, die Anarchisten, lassen sich von „kainkollektiv“ auf einer Audiotour durch Mülheim leiten und versuchen, das Rathaus in die Luft zu sprengen, ehe sie nach Oberhausen flüchten. Die Anderen werden gleich in Oberhausen ausgesetzt, wo sie in einer interaktiven Spielanordnung der Künstlergruppe „Invisible Playground“ in einen gefährlichen Straßenkampf hineingeraten, sich Zufluchtsorte suchen und gleichzeitig noch zur Rettung der bürgerlichen Demokratie beitragen müssen.

Gemeinsam erlebtes Finale ist danach eine Spielshow auf Leben und Tod im Theater Oberhausen, angerichtet vom freien Berliner Künstlerkollektiv „copy & waste“, zu dem auch Autor Jörg Albrecht gehört.Wer die „54. Stadt“ in der Vision von Albrechts Roman vorab erkunden möchte, kann dies übrigens im Internet tun. Dort soll bald, über die Homepage des Ringlokschuppens erreichbar, ein entsprechendes Webspiel freigeschaltet werden.  

Theatertour „54. Stadt“, Termine: 12.-14. September, zwischen Ringlokschuppen Mülheim und Theater Oberhausen; Gesamtlänge: 6 Stunden, für Imbiss und Transporte zwischen den Spielstätten ist gesorgt; Vorverkauf: Karten-Tel.: 0208-99316-0; 25 Prozent Frühbucherrabatt bis 4.7. 

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