Schätze unter Tage

DORTMUND Hollywood liebt Verschwörungen. Und Geheimnisse, Codes und Schatzjagden. So schickt Regisseur Jon Turteltaub zum zweiten Mal Nicolas Cage auf Spurensuche um den Globus, in "Das Vermächtnis des geheimen Buches" (Originaltitel: "National Treasure 2").

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 21.01.2008, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
...und wieder sucht das "Vermächtnis"-Trio einen Schatz.

...und wieder sucht das "Vermächtnis"-Trio einen Schatz.

Cage muss erneut die Familienehre retten und diesmal den Namen seines Ur-Ur-Großvaters reinwaschen. Der gilt als Mittäter bei der Ermordung von Präsident Lincoln. Ben Gates (Cage) wird beweisen, dass sein Urahn unschuldig ist. Vielmehr hat er verhindert, dass die Südstaaten in den Besitz eines Schatzes gelangten, der den Bürgerkrieg hätte entscheiden können. Findet Gates den Schatz, ist die Familie rehabilitiert. Start der großen Schnitzeljagd. Hier ein Fingerzeig, da ein Hinweis, dort ein versteckter Tipp. Die Fährte führt zur Pariser Freiheitsstatue, zu zwei Schreibtischen im Buckingham Palast und im weißen Haus ...

Der Preis ist heiß: Eine Truppe von Rivalen, angeführt von Ed Harris, liefert sich ein Wettrennen mit Gates. Jon Voight spielt Gates' Vater, Diane Kruger Gates Frau, Helen Mirren seine Mutter. Hilfreich auch wieder Hacker-Guru Riley (Justin Bartha).

Brimborium aus Mythen

Vom Plot her ist "Das Vermächtnis des geheimen Buches" ein Bastard aus "Sakrileg" und "Indiana Jones". Geheimnisgemunkel, Hazard-Stücke, Verfolgungsgehechel. Das Rätsel-Puzzle liefert den Hitchcockschen "MacGuffin", den Handlungskatalysator. Keine Idee scheint zu abenteuerlich. Der Präsident der USA ist im Besitz eines Buches mit wertvollen Informationen? Dann entführen wir eben den bestbewachten Mann des Planeten! Alles ist möglich in diesem Mythen-Brimborium, sogar verborgene Welten unter dem Felsen, in den die Köpfe von vier Präsidenten gemeißelt sind.

Spannung lässt sich mit Hilfe der Musik (Trevor Rabin) herbeiknüppeln. Cliffhanger und ein Balanceakt auf schiefer Ebene gehören zum Standard, ebenso die Komik zum Verschnaufen. Routiniert abgespulter Zeitvertreib aus einer Schublade, auf der "Mystery-Thriller' steht. Wir warten auf "Indiana Jones 4".

Ab 24. Januar im Kino.

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