Schauspiel Dortmund widmet Blogger-Szene eigene Reihe

"The Blog House"

Es muss nicht immer Camus oder Grass sein - interessante, spannende, aneckende Texte gibt’s im Internet genug, auf unzähligen Blogs. Das Dortmunder Schauspiel widmet der Blogger-Szene nun eine eigene Reihe: Das Late-Night-Event "The Blog House" startet am Samstag.

DORTMUND

von Von Jana Schoo

, 01.10.2013, 19:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gestalten die Premiere von "The Blog House" (v.l.): Dramaturg Alexander Kerlin hatte die Idee zur neuen Late-Night-Reihe. Sein Kollege Thorsten Bihegue liest aus seinem Blog, Ruhrbarone-Mitbegründer Stefan Laurin moderiert die Lesung und auch Sascha Bisley gehört zu den Blogger-Gästen.

Gestalten die Premiere von "The Blog House" (v.l.): Dramaturg Alexander Kerlin hatte die Idee zur neuen Late-Night-Reihe. Sein Kollege Thorsten Bihegue liest aus seinem Blog, Ruhrbarone-Mitbegründer Stefan Laurin moderiert die Lesung und auch Sascha Bisley gehört zu den Blogger-Gästen.

Ein 90-minütiger Monolog des Autors soll die Late Night nicht werden. Käffchen und Kekse passen deshalb ebenso wenig. Stattdessen ist’s ein offenes Format zum Bier am Abend. Die Blogger lesen Statements, Essays und Romanfragmente ohne thematische Vorgabe vor, dazwischen gibt es musikalische Pausen. „Es ist alles von Musik bis Akrobatik dabei“, sagt Alexander Kerlin.Das zeigen auch die Gäste der Premiere: Der Dortmunder Sozialarbeiter Sascha Bisley bloggt auf „Dortmund-Diary“. „Ins Gesicht und geradeaus“, so sagt er selbst, ist das, was er schreibt. So soll auch sein Part der Lesung werden.

Ein weiterer Blogger aus der Stadt: Thorsten Bihegue ist nicht nur Dramaturg am Schauspiel, sondern schreibt auf „My Own Private Irgendwo“ über experimentierfreudige Rap-Musik. Martin Krauss vervollständigt das Trio. Der Berliner Journalist und Schriftsteller bloggt auf martinkrauss.de über Politik, Kultur und Sport. „Wir präsentieren die spannendsten Autoren, die wir kriegen können“, sagt Moderator Stefan Laurin.

Das Publikum soll aber nicht nur Raum zum Literatur-Hören bekommen. „Die Besucher sollen darüber nachdenken und quatschen“, sagt Alexander Kerlin. Sein Wunsch: ein Kontrastprogramm zu den üblichen, oft sterilen und kühlen Lesungen. Er will Diskussionen bis spät in die Nacht zum Bierchen.

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