Schauspielhaus Bochum: Großer Schaden durch Wasserrohrbruch – Umtausch für Tausende Tickets

Wasserschaden

Der durch einen Wasserrohrbruch angerichtete Schaden im Bochumer Schauspielhaus ist immens. Viele Vorstellungen fallen aus, die beliebte Silvesterparty wird verlegt. So reagiert das Publikum.

Bochum

18.12.2019, 12:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schauspielhaus Bochum: Großer Schaden durch Wasserrohrbruch – Umtausch für Tausende Tickets

Der Ersatzspielplan für das Bochumer Schauspielhaus steht fest. © Caroline Seidel/dpa

Nach dem Wasserrohrbruch am Bochumer Schauspielhaus steht nun ein Ersatzspielplan fest. Insgesamt müssen bis zum 17. Januar im Großen Haus des Theaters 20 Vorstellungen ausfallen. Auch die Installation „Waveform X“ im Oval Office und die Audio-Installation „Unsichtbar“ sind davon betroffen.

Familienstück fällt aus

„Weihnachtszeit ist Familienzeit. Da ist es für uns und das Publikum besonders bitter, dass wir das Familienstück nicht zeigen können“, sagte der Sprecher des Bochumer Schauspielhauses am Mittwoch.

Tickets können umgetauscht werden

Tausende schon gekaufte Tickets können zurückgegeben oder umgetauscht werden. Vier Vorstellungen werden in die nur halb so viele Zuschauer fassenden Kammerspiele verlegt: Dazu gehören die Aufführung von „Iphigenie“ im Dezember und die Aufführung von „Penthesilea“ im Januar. Als Ersatz für einige Stücke sind dort auch Lesungen geplant, die ohne aufwendiges Bühnenbild auskommen.

Im Foyer der Kammerspiele wird auch die traditionelle Silvesterparty stattfinden - auf Grund der Verlegung aus dem Foyer des Großen Hauses in die kleineren Räume – zu vergünstigten Eintrittspreisen. Für die Live-Band ist in den Kammerspielen nicht genug Platz, weswegen ein DJ den Abend musikalisch begleiten wird.

Publikum ist verständnisvoll

Das Publikum reagiere bislang verständnisvoll: „Wir erfahren große Solidarität“, sagte der Sprecher. Auch auf der Facebook-Seite des Schauspielauses drücken die User ihr Mitgefühl durch traurige Smileys und Kommentaren aus: „Das ist so ein Horror. Kommt gut ins Trockene!“

Am Samstag hatte es im Keller des Theaters einen Wasserrohrbruch gegeben. Das Wasser stand bis zu 50 Zentimeter hoch und beschädigte auch technische Anlagen, die die Klimatisierung und Lüftung des Theatersaals gewährleisten.

Der Spielbetrieb soll am 18. Januar mit der „Iwanow“-Premiere von Schauspielhaus-Intendant Johan Simons wieder aufgenommen werden.

dpa/iri

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