Schnee bringt in NRW Skivergnügen und schneeglatte Straßen

Wetter

Was für Schlitten- und Skifahrer Vergnügen bedeutet, kann für Autofahrer rutschig werden: Neuschnee ist in weiten Teilen von NRW gefallen. Im Flachland hält sich der Schnee nicht lange.

NRW

30.01.2019, 22:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf den verschneiten Straßen NRWs ist es am Mittwoch zu einigen Unfällen gekommen.

Auf den verschneiten Straßen NRWs ist es am Mittwoch zu einigen Unfällen gekommen. © picture alliance/dpa

Neuschnee sorgt in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für Freud und Leid: Während die Skigebiete im Sauerland nun auch ohne Schneekanonen beste Bedingungen bieten, müssen Autofahrer auf glatten Straßen vorsichtig sein.

Schon am Mittwochvormittag zogen Schneeschauer von der Eifel über das Rheinland und Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen hinweg. „Von Südwest kommt aber noch mehr Nachschub“, sagte Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen am Mittwochmittag.

Bis Donnerstagmorgen sollte es im ganzen Land zwischen zwei und fünf Zentimeter Schnee geben. Zumindest in höheren Lagen könnte es bei Minusgraden dann auch zum Schlittenfahren reichen. Gerade auf Nebenstrecken warnte der Deutsche Wetterdienst allerdings vor glatten Straßen.

Glätte macht zu Schaffen

Bereits am Mittwoch machte Schneeglätte den Autofahrern mancherorts zu schaffen. In und um Aachen zählte die Polizei bis zum Mittag mehr als 70 Unfälle, überwiegend mit Blechschäden. Auch die schweren Müllfahrzeuge mussten auf einigen Strecken kapitulieren und ließen einige Tonnen stehen, berichtete die Stadt.

In Wuppertal meldeten die Stadtwerke, dass einige Busse an größeren Steigungen Schwierigkeiten auf schneeglatter Fahrbahn hatten - sie fuhren einige höher gelegene Haltestellen nicht an.

16 Unfälle allein am Vormittag vermeldete die Polizei im Rhein-Erft-Kreis. Zwei Autofahrer mussten nach einer Kollision in Bergheim ins Krankenhaus. Im ostwestfälischen Delbrück bei Paderborn verunglückte ein 57-Jähriger schwer.

Mit Sommerreifen unterwegs

Sein Auto war laut Polizei mit Sommerreifen von einer glatten Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume gefahren. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

In Gütersloh wurden am Nachmittag sechs Menschen leicht verletzt, als ein 22-Jähriger auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet, der Wagen sich querstellte und im Gegenverkehr mit einem anderen Auto kollidierte. Von der Wucht des Aufpralls wurde der Wagen auf ein weiteres Auto geschleudert, in dem drei von insgesamt vier Kindern sowie die Fahrerin leicht verletzt wurden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Beste Bedingungen in Skigebieten

Die Skigebiete in NRW melden nach dem Neuschnee der vergangenen Tage beste Bedingungen. So laufen im Sauerland inzwischen auch viele Lifte in Naturschneegebieten, sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena.

Sie rechnet damit, dass spätestens am Wochenende rund 100 Lifte in Betrieb sind - soviel wie in dieser Saison noch nie. Weil es in der Eifel anders als im Sauerland keine Beschneiungsanlagen gibt, ist dort die Freude über den Neuschnee besonders groß: So reichen die Schneehöhen in Monschau zum Schneeschuhwandern oder für Pferdeschlittenfahrten. Auch der letzte Lift in Hellenthal hat inzwischen seinen Betrieb aufgenommen.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden Tage kündigen im Flachland bereits wieder Tauwetter an: Am Wochenende sollen die Temperaturen dort wieder über Null klettern und die Schneedecke schmelzen lassen. Anders in den Höhenlagen: Die Skigebiete in NRW bereiten sich auf einen großen Ansturm am nächsten Winter-Wochenende vor.
dpa

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