Schockanruf: Bankmitarbeiterin bewahrte Seniorin vor großem Schaden

Polizei warnt

Mindestens 13-mal an einem Tag haben Betrüger in Dinslaken und Wesel ältere Menschen angerufen, um an ihr Geld zu kommen. Eine Bankmitarbeiterin bewahrte eine Seniorin vor Schlimmerem.

Dinslaken

von Dorstener Zeitung

, 30.10.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sogenannte Schockanrufe versetzen ältere Menschen manchmal in Angst und Schrecken.

Sogenannte Schockanrufe versetzen ältere Menschen manchmal in Angst und Schrecken. © picture alliance / dpa

Sie versetzen ihre Opfer unter Schock, in dem sie zum Beispiel angeben, der Sohn oder die Tochter hätte einen Menschen überfahren und bräuchte jetzt Geld, um eine Kaution zu zahlen. Dabei geben sich die Betrüger als Polizeibeamte oder auch gerne als Staatsanwälte aus.

50.000 Euro Kaution verlangt

In einem Fall in Dinslaken ist es nur einer Bankmitarbeiterin zu verdanken, dass eine 78-jährige Seniorin noch im Besitz ihres Geldes ist. Rund 50.000 Euro forderte die angebliche Staatsanwältin, damit ihre Tochter auf freiem Fuß bleiben könnte. Die arme Frau war so geschockt und verzweifelt, dass sie sofort zu ihrer Bank an ging, um das Geld abzuheben.

Doch die Bankangestellte schöpfte nach Polizeiangaben Verdacht. Auf Nachfrage wollte ihr die Seniorin nämlich nicht sagen, warum sie so viel Geld bräuchte. Die Betrügerin am Telefon hatte der 78-Jährigen schließlich eingebläut, mit niemanden darüber zu reden. Nachdem die Angestellte die Polizei gerufen hatte, klärte sich alles auf.

Zwölf weitere Anzeigen sind am Donnerstag bei der Polizei in Dinslaken und auch in Wesel aufgrund dieser Masche gestellt worden. In allen Fällen blieb es beim Versuch. Dennoch standen die Angerufenen noch immer unter der Einwirkung des Geschehenen, teilte die Polizei mit.

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