Schuberts bewegende Unvollendete

Bamberger Symphoniker

ESSEN Die Bamberger Symphoniker sind ein gern und oft gesehener Gast im Ruhrgebiet. Am Freitag bewiesen sie in der Philharmonie Essen wieder einmal, dass sie als das beste deutsche Orchester aus einer Kleinstadt gelten dürfen. Chefdirigent Jonathan Nott, ein Verfechter der Musik des 20. Jahrhunderts, hatte sich für ein konventionelles, kompaktes Programm entschieden.

von Von Matthias Langrock

, 23.10.2011, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Chefdirigent Jonathan Nott.

Chefdirigent Jonathan Nott.

Schuberts Unvollendete Symphonie präsentierte der Engländer im ersten Satz als erschütternde Trauermusik, getragen vor allem von den ausgezeichneten Bässen, Klarinetten und Oboistin Barbara Bode. Wenn auch der zweite Satz einen Tick weniger packend musiziert war: Nott und den Bambergern gelang eine bewegende Interpretation. Gegen deren Emotionalität hatte es Gustav Mahlers vierte Symphonie nach der Pause etwas schwer. Und doch überzeugten der Chef und seine Musiker, im Finale unterstützt von der deutschen Sopranistin Christina Landshamer, auch hier. Ein schöner Konzertabend.

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