Schulen können die Oper direkt ins Klassenzimmer holen

Buchungen für 2016 möglich

Eine Inszenierung eigens fürs Klassenzimmer entwickelt die Dortmunder Oper. Kein Schulbesuch mit Musikern, sondern eine richtige Inszenierung unter der Regie des Intendanten Jens-Daniel Herzog. Ab Februar 2016 geht diese Schul-Oper auf Tournee. Schulen können sich jetzt dafür anmelden.

DORTMUND

, 26.08.2015, 14:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das ist die Ausrüstung für die Oper "Herr Orpheus geht in die Schule": ein Cello, ein Clavinova und ein Notenständer. Eine Inszenierung unter der Regie des Intendanten Jens-Daniel Herzog.

Das ist die Ausrüstung für die Oper "Herr Orpheus geht in die Schule": ein Cello, ein Clavinova und ein Notenständer. Eine Inszenierung unter der Regie des Intendanten Jens-Daniel Herzog.

Das Konzept der Oper fürs Klassenzimmer hat sich die Dramaturgin Wiebke Hetmanek überlegt. Sie hat auch die Texte dazu geschrieben und die Musik ausgesucht. Hetmanek arbeitet unter anderem für die Kinderoper. Thematisch geht es um das Stück Orpheus und Eurydike. 

Darum geht es

Ein Musikprofessor und eine Sängerin unterhalten sich über das Stück und verwandeln sich in die Figuren. Sie spielen und singen die Geschichte: Eurydike stirbt, aber Orpheus schafft es, sie aus dem Totenreich zu retten. Doch auf ihrer Flucht aus dem Totenreich stirbt Eurydike ein zweites Mal.

Dann verwandeln sich die Figuren wieder in den Professor und die Sängerin. Sie fragt: Das kann doch nicht alles gewesen sein? Die beiden schauen in ihre Bücher und entdecken, dass es in der Musikgeschichte viele unterschiedliche Enden für die Orpheus-Sage gibt. Drei davon stellen sie vor, und die Schulkinder können sich aussuchen, welches Ende sie hören wollen. Doch auch an anderen Stellen im Stück können die Kinder mitmischen.

Kinder sind für viele Musikrichtungen empfänglich

Auf die Frage, ob Opernmusik überhaupt etwas für Kinder sei, antwortet die Dramaturgin: „Auf jeden Fall. Es kommt ja oft vor, dass Kinder lachen müssen, wenn sie zum ersten Mal Operngesang hören, weil es so fremd ist. Aber auch interessant.“ Außerdem seien Kinder für die meisten Musikrichtungen empfänglich, sogar für moderne klassische Musik, die für viele Erwachsene merkwürdig klingt.

Insgesamt dauert die Aufführung eine Schulstunde, 45 Minuten. Auf Wunsch bleiben die Sänger in der folgenden Stunde zum Gespräch. Die Musik der Inszenierung umfasst Werke von Monteverdi, Gluck, Offenbach und anderen. Interessierte Schulen und Kindergärten können die Oper buchen bei Heike Buderus, Tel. 5 02 24 13, E-Mail hbuderus@theaterdo.de. 

 

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