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Schwerin: "Polonaise“ nur für Herne

SCHWERIN Die „Blau-Gelben“ Schweriner Bäume wachsen doch nicht in den Himmel: Durch eine 1:3 (0:0) Niederlage musste der Spitzenreiter den spielstärkeren Gästen der TSK Herne den Vortitt lassen.

von Von Jürgen Weiß

, 11.11.2007

Morgens wurde die närrische Karnevalssaison eingeläutet, die Polonaise am Ende der Begegnung auf dem Schweriner Kunstrasen durften allerdings nur die Herner anführen. Schwerins Trainer Helmut Schulz hatte vor dem mit zwanzig Minuten verspäteten Anpfiff gewarnt: „Das wird heute ein ganz harter Brocken!“ Recht sollte der Coach behalten, denn seine jungen Gardisten konnten mit ihren Kontrahenten nicht so herum springen, wie es bei den „Narren“ der Tanzmajor mit seinem Mariechen praktiziert. Kein flotter Tanz also, dafür ein ganz zäher und hektischer Beginn. Bei Torchancen herrschte zwar Mangelware, doch im Mittelfeld ging es ganz intensiv zu. Ein Zweikampf schien zu eskalieren, als ein Herner Akteur im Liegen nachtrat. Der Schiedsrichter hatte diese böse Aktion nicht gesehen.Fritsch´s Wachmacher Im Großen und Ganzen ging es dann aber fair weiter. Nach einer Viertelstunde sollte ein Distanzschuss von Bastian Fritsch nach Aufmunterung seines Trainers an der Bande für den „Hallo-Wach -Effekt in den heimischen Reihen sorgen. Doch das kam nur ganz zähflüssig in Gang. Die nächste Chance, wieder von Fritsch, ging auch wieder über das Tor. Herne zeigte sich mit einem guten Fernschuss.  Dicker war die Gelegenheit von Christian Grond, der von außen nur das Außennetz traf. Halbzeit und viel Diskussionsstoff der Fans. Und die brauchten sich zudem für mögliche Karnevals-Feiern keine Pappnase kaufen. Der kalte Wind hatte allseits das Riechorgan rot eingefärbt.Thomas Fojcik trifftNach der Pause blieben die Nasen kalt, doch auf dem Platz änderte sich das Bild. Nachdem eine TSK-Chance so eben aus der Gefahrenzone gekratzt wurde (49.), landete gleich die nächste Gelegenheit zum 0:1 (50.) im Schweriner Netz. In der Defensive wurden einfach zu viele Zweikämpfe nicht konsequent genug geklärt. Zwei weitere Chancen der Herner (55./56.) hätten schon für die Entscheidung sorgen können. Doch plötzlich stand es 1:1. Thomas Fojcik trifft von links ins rechte Eck. Die Gäste lassen nicht locker. Torwart Christian Pauly hält seine Vorderleute mit einigen Paraden im Spiel. Chancen hier wie da, doch das türkische Team war einfach abgeklärter. Christof Luka verliert den Ball, ein gegnerischer Stürmer, vielleicht animiert von den frühen Schneefällen im nahen Sauerland, tanzt durch die Abwehr wie ein Slalomläufer durch den Stangenwald: 1:2 (65.). Schwerin versucht nun alles und kassiert in der Schlussminute das 1:3.

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