Schwert und Lilie

Marion Henneberg

Junge Frauen mit eigenem Kopf hatten es Mitte des 13. Jahrhunderts nicht leicht. Das muss auch Lukardis von Wartenberg schmerzlich erkennen.

17.08.2014, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwert und Lilie

Nachdem die Männer des Fürstabtes des Klosters Fulda die Burg ihres Vaters gestürmt und geschleift (zerstört) haben, muss sie trotzdem den älteren und zu Gewalt neigenden Hermann von Ebersberg heiraten. Obwohl ihre Mitgift viel kleiner ausfällt, als es Ebersberg erwartet hatte.

Er will seine junge Frau am liebsten wie eine Gefangene halten und verbietet ihr, ohne sein Wissen die Burg zu verlassen. Als sich Lukardis nicht daran hält, sondern sich um das Wohl ihrer Untertanen sorgt und diese im Dorf immer wieder besucht, wird sie vom heimtückischen jüngeren Bruder ihres Mannes verraten. Zu büßen hat es nicht nur Lukardis, sondern auch der junge Schmied Bardo.Retterin vor dem Tod Ein paar Jahre vergehen, Lukardis hat mehrere Fehlgeburten erlitten, wird immer schmaler und unglücklicher.

Als ihr Mann mit seinem Gefolge unterwegs ist, reitet sie in den Wald, um Kräuter zu sammeln. Und rettet die junge Kaufmannsfrau Hilda und deren kleinen Sohn vor dem sicheren Tod. Denn Hilda und Arndt sind die einzigen Überlebenden eines schrecklichen Überfalls, bei dem auch Hildas Mann ermordet wurde. Lukardis verliebt sich

Hildas Bruder ist der frühere Priester und jetzige Ritter Raban von Elfershausen. Als er Lukardis trifft, erfährt die junge Frau nicht nur, wer hinter der Fehde steckt, die ihren Vater seine Burg und seine Stellung gekostet hat. Lukardis verliebt sich in Raban.

Ein wunderbarer historischer Roman mit allen Zutaten, die dieses Genre braucht. Eine Mischung aus historischen und erfundenen Personen, eine spannende Geschichte, viele Intrigen und ein Paar, das um seine Liebe allen Widerständen zum Trotz kämpft.

Unbedingt lesenswert.

Marion Henneberg: Schwert und Lilie, 463 S., Ullstein, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-28566-5.

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