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25 Kilo Spekulatiusteig verbacken

Verkaufsoffener Sonntag

Die Förmchenwalze stand kaum still. In Vierer-Reihen rollte Spekulatius auf Spekulatius auf die Bleche. Am namensgebenden Gebäck des Spekulatiusmarktes sollte es am Sonntag nicht fehlen. Zudem öffneten auch die Geschäfte in der Innenstadt.

SCHWERTE

von Von Reinhard Schmitz

, 04.11.2012
25 Kilo Spekulatiusteig verbacken

Entlang des von Lichtkünstler Jörg Rost stimmungsvoll illuminierten Stadtparks gingen die Besucher nach Hause, als der Spekulatiusmarkt seine Pforten schloss.

Auch ohne den Schwall der 160 Grad heißen Luft, der bei jedem Öffnen der Klappe aus dem Ofen entwich, kam Bäckermeister Sascha Ruhnke ins Schwitzen. 25 Kilo Teig wollte der Schwiegersohn von Günter Becker zu 4000 duftenden Plätzchen verarbeiten.

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Spekulatiusmarkt und verkaufsoffener Sonntag 2012

Den letzten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr nutzten viele Schwerter zum ausgiebigen Shoppen. Beim Spekulatiusmarkt gab es neben Naschereien auch schon die ersten Weihnachtsgeschenke zu kaufen.
04.11.2012
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Auch in der Mähr- und Teichstraße gab es beim Einkaufssonntag einiges zu entdecken.© Foto: Reinhard Schmitz
Wie am Fließband holte Bäckermeister Sascha Ruhnke die duftenden Spekulatius aus der Formmaschine.© Foto: Reinhard Schmitz
Heiß begehrt war das frische weihnachtliche Gebäck am Stand von Bäcker Günter Becker.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Folkklängen unterhielten Guntmar Feuerstein und seine Tochter Emily vor dem Stadtpark die Besucher des Spekulatiusmarktes.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Folkklängen unterhielten Guntmar Feuerstein und seine Tochter Emily vor dem Stadtpark die Besucher des Spekulatiusmarktes.© Foto: Reinhard Schmitz
Von Spekulatius über Flammkuchen bis zur Currywurst und zum Bremer-Brötchen reichte das kulinarische Angebot des Budendorfs auf der Bahnhofstraße.© Foto: Reinhard Schmitz
25 Kilogramm Teig hatte Bäckermeister Sascha Ruhnke für die Spekulatiusmaschine vorbereitet.© Foto: Reinhard Schmitz
Applaus erntete Familie Feuerstein für ihre Folksongs auf dem Spekulatiusmarkt.© Foto: Reinhard Schmitz
Zum Schaufensterbummel und Einkaufen zogen die Schwerter in die Fußgängerzone.© Foto: Reinhard Schmitz
Begeistert von der Bastelaktion, verlassen Annika Raßbach und ihre Tochter Emily Sophie (8) das Ruhrtalmuseum.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlag auf Schlag rollten die Spekulatius bei Bäckermeister Sascha Ruhnke aus der Formmaschine.© Foto: Reinhard Schmitz
Laterne auf Laterne wurde in der Halle des Ruhrtalmuseums nach Vorbildern des Sagenpfads gebastelt.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Folkklängen unterhielten Guntmar Feuerstein und seine Tochter Emily vor dem Stadtpark die Besucher des Spekulatiusmarktes.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein Hingucker in der Mährstraße: Andreas Göbel von "First Lady" ganz in Lila mit der elfjährigen Sheyenne in Weiß-Rosa.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit bunten Farbstiften wurden die auf Transparentpapier aufgedruckten Sagenbilder ausgemalt.© Foto: Reinhard Schmitz
Zum Familienevent entwickelte sich das Laternenbasteln der Stadtwerke im Ruhrtalmuseum.© Foto: Reinhard Schmitz
Für die jüngsten Besucher drehte sich auf dem Werner-Steinem-Platz das Kinderkarussell.© Foto: Reinhard Schmitz
Nicht ganz so trubelig wie beim Pannekaukenfest, aber doch gut gefüllt war die Fußgängerzone.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein Hingucker in der Mährstraße: Andreas Göbel von "First Lady" ganz in Lila mit der elfjährigen Sheyenne in Weiß-Rosa.© Foto: Reinhard Schmitz
Von ein paar Regentropfen zwischendurch ließen sich die Schwerter den Sonntagseinkauf nicht verderben.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte Schwerte

Nach geheimem Hausrezept hatte Ruhnke schon am Vortag Berge von Butter, Zucker, Mehl, Ei und Spekulatiusgewürz verknetet. „Der Teig muss über Nacht ruhen“, verriet er. Parallel wurde er auch von Kollegen in der Backstube in knusprig braunes Gebäck verwandelt, weil der Schauofen auf dem Spekulatiusmarkt den Appetit der Besucher allein kaum stillen konnte.

 Dabei lockten in dem Budendorf an der Bahnhofstraße noch viele andere lukullische Genüsse. An Biertischen ließ man sich Currywurst und Spießbraten schmecken oder biss herzhaft in Flammkuchen und Fischbrötchen. Glühwein und Eierpunsch stimmten schon auf die Weihnachtszeit ein, die in Form von Wichteln und Kerzengestecken auch schon aus dem Angebot der Blumenbinderei Rosenholz hervorblitzte. Die war von ihrem Stammsitz in der Haselackstraße mit einer Stand dahin gezogen, wo die Musik spielte. In einem Pavillon vor dem Stadtpark untermalten Guntmar Feuerstein und seine Tochter Emily das Treiben mit unaufdringlichen Folksongs.Den anderen Fixpunkt des verkaufsoffenen Sonntags bildete das Ruhrtalmuseum, wo die Stadtwerke zum Laternenbasteln eingeladen hatten. „Das haben sie ganz, ganz toll gemacht“, lobte Annika Raßbach, die das Ergebnis der gemeinsamen Schnippelei, Malerei und Kleberei mit ihrer Tochter vor den Abendhimmel hielt. 

Mit Hilfe von Schablonen und vorbereitetem Transparentpapier entstanden kleine Kopien des sagenhaften Schwerter Laternenpfades. „Das hat sich zum Bastelevent für die ganze Familie entwickelt“, freute sich Marketingleiterin Michaela Zorn-Koritzius.  Zufriedenheit strahlte auch die Miene von Werbegemeinschafts-Vorsitzendem Joachim Kockelke aus. „Heute ist es zwar nicht so voll, wie es sonst schon mal war – aber trotzdem okay“, bilanzierte er, als Spekulatiusmarkt und Innenstadtläden wieder ihre Pforten schlossen.

Wer über die Bahnhofstraße nach Hause ging, nahm zum Abschied ein besonders stimmungsvolles Bild mit: Den von Jörg Rost in zartgrünes Scheinwerferlicht getauchten Stadtpark vor dem blauen Nachthimmel. 

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