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Das Paul-Gerhardt-Haus feiert runden Geburtstag

SCHWERTE „Schaufelbrüder“ aus der Gemeinde schachteten aus. Die Frauenhilfe jätete auf Knien das riesige Grundstück. Sogar Studenten aus Haus Villigst griffen bei den Planierungsarbeiten zum Spaten.

von Von Reinhard Schmitz

, 30.11.2007
Das Paul-Gerhardt-Haus feiert runden Geburtstag

Das Paul-Gerhardt-Haus wird am 1. Advent 50 Jahre alt.

Mit viel Schweiß aus dem Evangelischen Gemeindebezirk Schwerte-Ost entstand vor 50 Jahren das Paul-Gerhardt-Haus. Am 1. Advent 1957 wurde es vom stellvertretenden Superintendenten Pastor Lengelsen (Nachrodt) eingeweiht. Die erste Predigt im neuen Gotteshaus hielt vor 500 Besuchern der damalige Gemeindepfarrer Dr. Ottbrecht Weichenhan. „Ich habe den Text sogar noch“, erinnert sich der 80-Jährige an seine Worte zum Thema „Siehe, dein König kommt zu dir“. Genauso lebhaft vor Augen hat er die bewegte Bauphase.Nur eine Kirche in Schwerte Die Pläne für das Gotteshaus lagen in der Schublade, als Dr. Weichenhan 1956 in die Ruhrstadt kam. An der Nahtstelle zwischen der Innenstadt und Schwerte-Ost war in der Ostberger Straße ein günstig gelegenes Grundstück erworben worden. Um den auf 4000 Gläubige wachsenden Bezirk besser betreuen zu können, sollte darauf ein Gemeindehaus entstehen. Denn als Kirche – so wollte es das Presbyterium –  sollte es einzig und allein St. Viktor geben.  Kampf um Glocken        Damit begann der Kampf um die Empore und die Glocken, die in den Zeichnungen von Architekt Karl-Heinz Düllberg zunächst nicht vorgesehen waren. Mit dem Geld, das Gemeindeglieder in 10 000 freiwilligen Arbeitsstunden beim Bau einsparten, durften sie schließlich doch errichtet werden. „Ich habe eine gute und dankbare Erinnerung an die Leute aus Schwerte-Ost bis jetzt erhalten“, erklärt Dr. Weichenhan, der nach seiner Wahl zum Superintendenten 1969 „schweren Herzens“ nach Iserlohn ging. „Ein Hammer“ war es deshalb für ihn, als er jetzt in den Ruhr Nachrichten von den Verkaufsplänen für das Paul-Gerhardt-Haus las: „Ich klammere mich an die Hoffnung, dass das noch nicht das letzte Wort ist.“    

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