Sebastian Reith über skurrile Geschichten

Buchtipp der Redaktion

Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Sebastian Reith rät Ihnen zu "Eine kurze Geschichte von fas allem".

DORTMUND

21.10.2016, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Wir alle sind Gewinner, macht Autor Bill Bryson im ersten Satz klar. Gewinner der Evolution. Wir sind das Ergebnis eines Überlebenskampfes, der vor Millionen Jahren begonnen hat. Wäre nur ein Einzeller als unser Ur-Vorfahre mal anders abgebogen in dieser langen Kette, würde es auch Sie nicht geben. Ihren Partner nicht, ihren Nachbarn nicht.

Der US-amerikanische Journalist Bill Bryson hat diese Entwicklung vom Urknall bis zur Zivilisation aufgeschrieben. Bryson hat es geschafft, die Entstehung des Weltalls, der Erde und des Lebens mit nötigem Witz zu paaren, sodass es auch für Nicht-Technik-Fans lesenswert ist. Er erzählt die skurrilen Geschichten hinter den Geschichten. Das, was viele nicht erwähnen. Der Humor kommt im Originalen wie auch in der Übersetzung von Sebastian Vogel rüber.

Dimensionen im Fokus

Was Bryson so besonders macht: Er macht Dimensionen deutlich. Wie winzig und unbedeutend wir sind. Wie groß und weit dagegen der Raum ist. Wer mit Atomen und physikalischen Kräften nicht sofort etwas anfangen kann, wird schon im Vorwort zucken. Wer sie aber als Baustein für unsere Welt erkennt, freundet sich mit ihnen sehr schnell an. Und stellt fest: So verstrahlt sind Physik, Chemie und Biologie gar nicht. Und wenn es der Richtige erklärt, ist die Welt doch zu verstehen. Nach diesem Buch ist der Blick auf die Erde definitiv ein anderer.

Informationen zum Buch
Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem, 688 Seiten, Goldman, 24,90 Euro, ISBN 9783442310029