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Ärger um Müll und Schmierereien an Fußweg

Sozialer Brennpunkt?

Der Zustand des Fußwegs vor seiner Haustür macht Sebastian Heinz seit langem Sorgen. 2011 beschwerte sich der 32-Jährige erstmals über die Situation auf dem kleinen Pfad zwischen Botzlar- und Schillerstraße. Jetzt, so fürchtet er, könnte sich die Lage weiter verschlimmern.

SELM

von Von Anne Petersohn

, 05.11.2012
Ärger um Müll und Schmierereien an Fußweg

Stefanie und Sebastian Heinz ärgern sich über die Schmierereien, die unbekannte Sprayer auf dieser Wand entlang des Fuß- und Radweges zwischen Botzlar- und Schillerstraße hinterlassen haben.

Denn die Stadt hat angekündigt, den 80 Meter entfernt liegenden Verbindungsweg zwischen Stein- und Schillerstraße zu schließen und die Fläche an einen Anlieger zu verkaufen. Auch dort habe es Probleme mit Müll und jugendlichen Sprayern gegeben, weiß Sebastian Heinz.

„Diese Dinge werden sich jetzt noch stärker zu uns verlagern.“ Die Stadt verkomme zu einem sozialen Brennpunkt, klagt der Selmer – und stimmt in dieser Auffassung zumindest teilweise mit der UWG-Fraktion überein. Deren Vorsitzende Maria Lipke hat Bürgermeister Mario Löhr beauftragt, im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung zur Personalstärke des Ordnungsamtes Position zu beziehen. Denn in letzter Zeit, so die UWG, sei es verstärkt zu Zwischenfällen mit Jugendlichen gekommen, „die geeignet sind, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu beeinträchtigen“.

Aus Sicht der Polizei lässt sich diese Tendenz allerdings nicht bestätigen. „Ich sehe keine Probleme mit randalierenden Jugendlichen“, sagt Kreis-Polizeisprecher Ralf Hammerl. Die Statistik weise seit Juli insgesamt zwölf Anzeigen wegen Graffiti auf, außerdem 53 Fälle von Sachbeschädigung – wobei Jugendliche nur neun Mal involviert gewesen seien. „Das ist in anderen Städten wesentlich schlimmer.“ Bürgermeister Mario Löhr will zu einem Ortstermin in die Botzlarstraße kommen. Eine permanente Überwachung des Fußweges durch das Ordnungsamt sei angesichts der angespannten Haushaltssituation aber nicht umsetzbar. „Wo sollen wir das Geld hernehmen?“

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