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"Es gibt kein richtig oder falsch"

SELM Der Lüner Oberarzt Andreas Gerlach informierte die evangelische Kirchengemeinde über Organspenden. Über 4000 Organe wurden im Jahr 2006 in Deutschland gespendet. Das war ein neuer Höchststand.

von Von Malte Woesmann

, 05.11.2007
"Es gibt kein richtig oder falsch"

Oberarzt Andreas Gerlach (hinten links) referierte vor den Besuchsdienstgruppen aus Selm und Bork der evangelischen Gemeinde zum Thema Organspende.

Doch selbst diese Zahl reicht bei weitem nicht aus, um alle auf der Warteliste stehenden Empfänger mit einem Organ zu versorgen. Über das Thema der Organspende und -transplantation sprach jetzt der Oberarzt des St. Marien-Hospitals aus Lünen, Andreas Gerlach, mit den Besuchsdienstgruppen der evangelischen Kirchengemeinde. 

Intensiv mit dem Thema beschäftigt

Vorab hatten sich die Gruppen bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt, Andreas Gerlach steuerte nun seine Sicht als Mediziner bei. "Er hat alle Probleme benannt und nicht nur aus medizinischer Sicht beleuchtet", freute sich Pfarrerin Christiane Uckat-Erley über den kompetenten Gesprächspartner.

Denn, wie Gerlach betonte: "Bei Organspende gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss für sich aus ethischen und religiösen Grundsätzen entscheiden, ob er Organe spendet oder nicht", so Gerlach. Der Oberarzt griff die Bedenken der Besuchsgruppen auf und erklärte, wie der Gehirntod festgestellt wird.

 Gehirntod mehrfach bestätigt

So müssen zwei Ärzte diesen unabhängig voneinander feststellen und er muss durch mehrere Tests bestätigt werden. "Er hat wirklich in aller Offenheit unsere Probleme und Vorbehalte behandelt", unterstrich Uckat-Erley.

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