"Shadowland 2" ist eine märchenhafte Reise in die Fantasie

Kölner Sommerfestival

Eine faszinierende Reise durch das Reich der Schatten unternimmt die US-Tanzkompanie Pilobolus noch bis zum 6. August in der Kölner Philharmonie: Umjubelte Premiere feierte „Shadowland 2 – Das neue Abenteuer“ am Dienstagabend beim 30. Kölner Sommerfestival.

KÖLN

27.07.2017, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit den Körpern formen die Tänzer des Pilobolus-Theaters in „Shadowland 2“ Fantasie-Landschaften. Sheehan

Mit den Körpern formen die Tänzer des Pilobolus-Theaters in „Shadowland 2“ Fantasie-Landschaften. Sheehan

In „Shadowland“, in dem ein Mädchen mit einem Hundekopf zu einer fantastischen Reise aufbricht, brauchten die Tänzer nur eine Leinwand, eine Lichtquelle und ein paar Requisiten, um das Publikum mit ihrem virtuosen Schattenspiel zu verzaubern.

In der neuen Show, die wieder vom bewährten Kreativteam um Pilobolus-Gründer Robby Barnett und mit Musik von David Poe entwickelt wurde, sind mehrere Leinwände im Einsatz, und die acht Akteure werden auch sichtbar, enthüllen das Geheimnis des Schattenspiels. So verweben sich Tanztheaterszenen mit den grandiosen Schattenbildern in „Shadowland 2“.  

Abenteuer in der Zukunft  

Das neue Abenteuer spielt in der Zukunft. In einer Choreografie hantieren Menschen mechanisch-stumpf in einer Fabrik mit Kartons, die sie nicht öffnen dürfen. Als geniales Schattenspiel wird der ewig gleiche Tagesablauf vom Aufstehen bis zum Schlafengehen gezeigt.

Doch ein Arbeiter und seine Freundin (auch die typische Lebensgeschichte eines Liebespaares wird im Schnelldurchlauf als Schattentheater gespielt) öffnet einen Karton und entdeckt eine Art Straußenbaby.  

Wilde Verfolgungsjagd  

Sie wollen das niedliche Wesen retten, flüchten aus der Fabrik, und eine märchenhafte Reise durch eine Fantasielandschaft, inklusive einer Verfolgungsjagd, beginnt.

Die Tänzer formen mit ihren Körpern Raketen und Dschungeltiere, Tisch und Stühle, Motorrad und Auto. Die bezaubernde Mixtur aus Tanz und Akrobatik bedient sich des Schattentheaters ebenso wie der Stummfilm-Ästhetik, erinnert mit scharfen Silhouetten an die Kunst des Scherenschnitts und lässt ein pantomisches Erzähltheater entstehen, über das man nur staunen kann.  

Die furiose Zugabe ist ein toller Bilderrausch in rasanter Geschwindigkeit: Die Tänzer unternehmen eine Reise von New York nach Köln, formen den Dom und ein Kölsch und betten Szenen aus der Show ein.

Termine beim : täglich außer montags bis 6. 8.; Karten: Tel. (02 21) 28 02 80.