Show "Rock the Ballet" garantiert gute Laune

Im Konzerthaus Dortmund

DORTMUND. Man möchte am liebsten auf die Bühne springen und mittanzen, mitfeiern, eintauchen in diese Strandkulisse auf der Video-Leinwand, wo sechs Tänzer und eine Tänzerin zeigen, wie ein "Beautiful day" der Rockband U2 aussieht. Die Show "Rock the Ballet" - noch bis Sonntag im Konzerthaus Dortmund zu sehen - ist ein Knüller.

von Von Julia Gaß

, 17.08.2011, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Richtig viel Schwung hat die Show "Rock the Ballet" im Konzerthaus Dortmund.

Richtig viel Schwung hat die Show "Rock the Ballet" im Konzerthaus Dortmund.

Man würde wohl nicht so lange durchhalten wie diese Konditionswunder "Bad boys of Dance" um Rasta Thomas. Die feierten am Dienstag im Konzerthaus Dortmund eine rasante Tanzparty zu Musik, die sonst im Ballett selten zu hören ist. So viel Tempo und Lebensfreude, so viele Höchstschwierigkeiten bietet dieser Spitzentanz auf flachen Sohlen, dass man nur staunen kann. Die Sommerbespielung des Konzerthauses ist ein Abend mit guter Laune-Garantie.Ein Spaß mit Augendzwinkern

Als coole Straßenjungs kommen die Tänzer auf die Bühne, vermitteln sofort dieses "I gotta feelin'" der Black Eyed Peas. Ein Disco-Girl und Lenny Kravitz' "American Woman" tanzen vorbei, dann schmachten die Männer wie Carmens José blonde Gummi-Puppen an - ein augenzwinkernder Spaß, humorvoll und toll choreografiert, wie alle Nummern dieser Tanzsensation.

Musikalisch und tanzstilistisch öffnet die US-Compagnie eine Wunderkiste - vom französischen Chanson bis zu Break-Dance-Anleihen und jazzigen Broadway-Flirts mit einer Ballerina im Glitzer-Tütü.Musik von Michael Jackson oder Queen

MTV-Video-Clip-Ästhetik hat das Bühnenbild, in dem Regen tröpfelt während Take That "Rule the world" singt und mit viel Witz das "Bicycle" von Queen vorbeiradelt und die Tänzer in wahnsinnshohen Sprüngen und schweren Schrittfolgen über die Bühne wirbeln.

Der zweite Teil beginnt experimenteller, mit Tanz- und Musik-Avantgarde, etwas HipHop, einem Hauch Blues. Und dann drehen die "Bad boys" richtig auf, es geht Schlag auf Schlag in immer schnellerem Tempo: Queen, Michael Jackson, Prince. "We will rock you" bleibt kein leeres Versprechen, der Saal heizt sich auf, die Tänzer ziehen ihre Oberteile aus, zeigen Muskeln, werden zu Chippendales des Tanzes, verausgaben sich vollkommen. Das ist das, was Freddy Mercury mit "Body language" gemeint hat.Standing Ovations im Konzerthaus

Nach dem letzten Michael-Jackson-Hit sprang das Publikum wie ein Mann auf - das war das Mindeste, um sich vor dieser Meisterleistung zu verneigen.

 Termine: Täglich bis 21.8., 20 Uhr. Karten: Tel. (0231) 22696200.

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