Sickster

Thomas Melle

In Thomas Melles Debütroman "Sickster" begleitet der Leser drei junge Erwachsene. Sie kommen mit der kalten Konsum- und Leistungsgesellschaft, zu der schneller Sex, Energy-Drinks, Alkohol und die Ekstase in Techno-Discos gehören, nicht zurecht. Zwei landen in der Psychiatrie, der Dritte wird zum Alkoholiker.

von Von Andreas Schröter

, 31.10.2011, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sickster

Das Buch, das es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis schaffte, zerfällt in drei sehr unterschiedliche Teile. Im ersten versuchen die Figuren, ihren Platz zu behaupten - sie gehen ihren öden Jobs nach und proben gelegentlich so etwas wie das harmonische Miteinander in einer festen Beziehung. Im zweiten - am schwierigsten zu lesenden - Teil verfallen sie dem Wahnsinn. Der 1975 geborene Autor stellt das durch stakkatohaft anein-andergereihte Gedanken-Sequenzen in MTV-Ästhetik dar. Part drei ist ein modernes Märchen aus der Psychiatrie, der nicht recht zum Rest passen will. Insgesamt nur bedingt empfehlenswert.Thomas Melle: Sickster, Rowohlt, 19,95 Euro, ISBN 978-3-871-34719-1.

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