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Simon Erling zieht in Wethmar die Reißleine

Fußball

Simon Erling hört auf. Nach zuletzt zwei Niederlagen hat der Fußballtrainer sein Amt bei Westfalia Wethmar zur Verfügung gestellt. Bis zum Saisonende übernimmt ein alter Bekannter.

Wethmar

von Von Patrick Schröer

, 07.03.2018
Simon Erling zieht in Wethmar die Reißleine

Simon Erling macht Schluss. Der 28-Jährige ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar. © Reith

Simon Erling ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar. Das hat der Klub am frühen Mittwochmorgen in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Erling habe seinen Posten aus freien Stücken zur Verfügung gestellt, so der Verein. Die Entscheidung des 28-Jährigen kam für den Klub zu diesem Zeitpunkt allerdings überraschend.

„Ich habe das Gefühl gehabt, dass die Mannschaft meinen Vorgaben nicht mehr zu 100 Prozent folgt. Daher bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Gefahr, die Situation in der bestehenden Konstellation nicht mehr gedreht zu bekommen, zu groß ist und die Mannschaft diesen neuen Impuls braucht, um wieder erfolgreich zu spielen“, begründet der 28-Jährige die Entscheidung in der Pressemitteilung. Schuld an diesem nun doch etwas plötzlichen Aus seien die Ergebnisse und zuletzt auch erneut schwachen Leistungen in den beiden bisher einzigen Ligaspielen in 2018 gewesen. Beim BV Viktoria Kirchderne unterlag Wethmar mit 1:3, zuletzt hagelte es auf heimischem Platz gegen die Reserve des Holzwickeder SC eine 0:4-Niederlage. Aktuell steht Wethmar auf Tabellenplatz 13, einen Zähler vor einem Abstiegsplatz.

Enormes Potenzial

„Daher habe ich diesen Entschluss schweren Herzens gefasst. Es geht mir einfach darum, dass der Klub die Kurve bekommt, denn der TuS war und bleibt mein Verein“, wird Erling in der Pressemitteilung zitiert. Er wünsche der Mannschaft alles Gute, so Erling. „Die Truppe hat enormes Potenzial. Leider ist es uns gemeinsam zu selten gelungen, dieses auch auf den Platz zu bringen“, so der Ex-Coach in der Mitteilung weiter.

Für die TWW-Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Rolf Nehling kam die Entscheidung des Coaches, dessen Co-Trainer Robert Kittel ebenfalls von seinem Amt zurückgetreten ist, etwas überraschend. „Simon hat mich am Montagabend kontaktiert“, wird Nehling in der Pressemitteilung zitiert. „Ich bedaure sehr, dass es so gekommen ist.“ Er und der Verein hätten den jungen Coach, der nach einer fünfjährigen erfolgreichen Amtszeit in der TWW-U23 im vergangenen Sommer ins erste Glied gerückt war, in der Vergangenheit immer unterstützt und auch vor dem ein oder anderen Gegenwind im Umfeld der Grün-Weißen geschützt.

„Alles gegeben“

„Simon hat zu jeder Sekunde alles für den Verein gegeben, letztlich hat es aber nicht gereicht, um die Arbeit fortzusetzen“, räumt Nehling ein. „Daher respektieren wir seine Entscheidung und müssen nun auf einem anderen Weg die Trendwende schaffen.“ Apropos: Nehling selbst wird wie schon in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit erneut in die direkte sportliche Verantwortung gehen und die Mannschaft übernehmen.

Darüber hinaus wird ihn ein zweiter Mann im Hintergrund unterstützen. Jugendleiter Bernd Völkering wird diese Rolle übernehmen und als Co-Trainer fungieren. „Bernd war mein absoluter Wunschkandidat. Gemeinsam werden wir das Ding schon schaukeln“, sagte Nehling im Gespräch mit dieser Zeitung.

Für die Westfalia wird es nun mehr denn je ernst, denn es geht in den beiden kommenden Wochen um ganz wichtige Punkte: Die nächste Meisterschaftspartie steigt am kommenden Sonntag, 11. März, auswärts beim FC Roj, sieben Tage später, am Sonntag, 18. März, gastiert mit dem TSC Hamm das Tabellenschlusslicht der Bezirksliga am Cappenberger See.

„Keine Frage: In diesen Spielen müssen die ersten Punkte her, ansonsten wird es schwer, den Anschluss zu halten“, nimmt der Sportliche Leiter seine Mannen vor den kommenden Aufgaben nun in die Pflicht. „Ich habe jedoch Vertrauen in das Team und bin voller Zuversicht, dass wir gemeinsam aus dem Keller herauskommen.“

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