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Slado: Ein Name, der für die Rechte von Lesben und Schwulen und Bisexuellen steht

mlzRegenbogen-Verein

Seit zwei Jahrzehnten gehört der Verein zu Dortmund: Slado. Kaum einer weiß, was sich hinter diesen fünf Buchstaben verbirgt. Auf jeden Fall viel Hilfe für Lesben und Schwule, und noch mehr.

Mitte

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Dachverband Slado e.V. setzt sich seit 1998 für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transidenten ein. Dabei stehen die Themen Vielfältigkeit, Bildung, Beratung, Aufklärung sowie Öffentlichkeitsarbeit, Jugendarbeit und Lobby- und Netzwerkarbeit im Fokus.

Dazu kommen verschiedenste Veranstaltungen, Demos, Partys oder Arbeitskreise als rein ehrenamtliches Engagement im Zeichen des Regenbogens. „Aktuell vereinen wir elf Gruppen und Vereine unter Slado, wobei es wichtig ist, dass jeder eigenständig ist", erklärt Vorstandsmitglied Paul Klammer. Er gehört mit zum neuen, verjüngten Vorstand, der im letzten Jahr gewählt wurde. Sitz des Verbandes ist das Fritz-Henßler-Haus, angedockt an das Jugendprojekt Sunrise, wobei viele der Angebote und Veranstaltungen im Kulturzentrum Langer August stattfinden.

Mehr als nur ein Verband

Slado ist auch gelebte Selbstbestimmung, Empowerment junger Menschen, Emanzipation und die Beratung bei Lebensentwürfen. Dabei spielt die Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe eine besondere Rolle.

Denn auch wenn Themen wie die gleichgeschlechtliche Ehe oder das geänderte Transidentengesetz in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, so sind Vorurteile oder Unwissenheit oftmals noch an der Tagesordnung. „Neben der Unterstützung der Mitgliedsgruppen in organisatorischen oder inhaltlichen Fragen, ist die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit ganz wichtig für uns", so Katja Schmidt, Vorstandsmitglied und stellvertretende Leiterin von „Lili Marlene".

Lebenshilfe Lili Marlene begleitet Transidenten

Die Transidenten-Lebenshilfe Lili Marlene bietet Begleitung bei der Selbstfindung und Beratung für Transidenten und deren Angehörigen – ehrenamtlich und seit mittlerweile elf Jahren. Bis 2018 noch in Hörde ansässig, trifft sich die Gruppe nun ebenfalls im Langen August. Ebenfalls zu Slado gehören die Aidshilfe Dortmund, das autonome Schwulenreferat der TU Dortmund, das KCR Dortmund als Deutschlands ältestes Lesben- und Schwulenzentrum, die Rainbow Borussen als erster schwul-lesbische Fanclub des BVB, der SVDo (Selbsthilfegruppe schwuler Väter und Ehemänner), die Selbsthilfegruppe TransBekannt, das soziokulturelle Lesbenzentrum Vielfalt, der Völklinger Kreis als Regionalgruppe schwuler Selbstständiger und Führungskräfte sowie Queerblick für die Medienarbeit mit lesbische, schwulen, bisexuellen und transidenten Jugendlichen in NRW. Neu dabei ist Befah als Bündnis der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen.

Slado: Ein Name, der für die Rechte von Lesben und Schwulen und Bisexuellen steht

Das Sunrise-Team: Jasmin Klein, Leitung (M.), Nova Gockeln (l.) und No Förster (r.) © Didi Stahlschmidt

Das Projekt „Schlau" und die Jugendeinrichtung Sunrise entwickeln sich erfolgreich. „Schlau" macht aktive Aufklärungsarbeit in Schulen und Jugendeinrichtung. Dabei wird anhand der eigenen Biografie den Jugendlichen ein Verständnis für individuelle Lebensentwürfe vermittelt. „Auch wenn wir leider feststellen müssen, dass es noch viel Diskriminierung an Schulen gibt", so Li Mevissen, Koordinatorin.

Die Jugendeinrichtung Sunrise ist ein wichtiger Baustein der Verbandsarbeit. Neben dem Treffpunkt für andere Gruppe geht es hier primär um die individuelle Beratung zum Thema Coming Out. Der offene Treff für lesbische, schwule, bisexuelle und transidente Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren hat großen Zuspruch und konnte 2018 über 2800 Besuche verzeichnen.

Aktuell bewegt Slado ein Großprojekt: der Christopher Street Day (CSD) in Dortmund, der älteste im Ruhrgebiet. Wegen des CSD wurde Slado 1998 gegründet. Nachdem er 2018 aufgrund der Umstrukturierungen nicht stattfand, soll er am 14. August umso mehr bewegen. „Wir planen neben dem CSD noch den Trans-CSD, eine Demonstration durch die Innenstadt, Stadionführungen, einem CSD-Gottesdienst und vieles mehr", so Vorstandsmitglied Daniel Greb.

Kontakt

Verein SLADO

  • SLADO e.V., Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund
  • Kontakt: info@slado.de oder über die Homepage
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