So sieht es derzeit im Fußballmuseum aus

Besuch vom DFB-Präsidenten

Wie ein gestrandetes Schiff liegt das Fußballmuseum gegenüber des Hauptbahnhofs. Im Sommer 2015 soll der Neubau fertig sein. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich die Baustelle am Mittwoch angesehen. Wir haben den Besuch mit der Kamera begleitet.

DORTMUND

, 10.12.2014, 19:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Moment ist es nur ein Kreis, später einmal sollen in dem Rondell die Weltmeister von 1954 gewürdigt werden

Im Moment ist es nur ein Kreis, später einmal sollen in dem Rondell die Weltmeister von 1954 gewürdigt werden

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So sieht es derzeit im Fußballmuseum aus

Mitte 2015 soll das Deutsche Fußballmuseum eröffnen. Am Mittwoch stattete DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der Baustelle einen Besuch ab.
10.12.2014
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Wie der Museumsneubau so daliegt, im trüben Licht des Schmuddel-Dezembers, könnte man ihn auch für ein Schiff halten. Mit viel Phantasie geht das. Noch besser von der anderen Seite. Aber von hier auch.© Foto: Dieter Menne
MS Deutschland wäre ein hübscher Name, MS stünde für Museumsschiff. Aber erstens gibt es ein solches Schiff schon und zweitens hat der Dortmunder Hauptbahnhof keinen Wasserzugang. Folgen Sie uns also ins Innere des Deutschen Fußballmuseums.© Foto: Dieter Menne
Man sei, heißt es, im Zeitplan, was den Bau angehe. Im Sommer 2015 soll die Eröffnung gefeiert werden. Ein konkretes Datum gibt es noch nicht. Im Museum selber ist auch noch einiges zu tun. Stangen zum Beispiel müssen von A nach B.© Foto: Dieter Menne
Quasi der Hausherr ist DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Er schaute sich am 10. Dezember auf seiner Baustelle um. Und was er sah, machte ihn offenbar zufrieden. Hier zum Beispiel zeigt er auf die spätere Multifunktionshalle.© Foto: Dieter Menne
Gut, es könnte noch mal durchgefegt werden. und ein bisschen Farbe würde dem Museum auch gut tun. Aber hey, ein paar Monate Zeit ist ja auch noch.© Foto: Dieter Menne
Zumindest die Qualität des verbauten Materials gibt keinen Anlass zur Sorge. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (v.l.), Wolfgang Niersbach, Manuel Neukirchner, Sprecher der Geschäftsführung der DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum und Michael Keßeler, Geschäftsführer der Stiftung, sehen zufrieden aus.© Foto: Dieter Menne
Museumschef Manuel Neukircher erklärt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Details im Museums-Rohbau. Niersbach wird als DFB-Präsident im übertragenen Sinn ständiger Gast hier werden - denn auch die DFB-Präsidenten werden hier gewürdigt werden. © Foto: Dieter Menne
Aber das hier, das können wir erläutern: In diesem Rondell werden die Weltmeister von 1954 geehrt. Lebensgroße Spielerfiguren hier, Sepp Herberger dort und den Ball irgendwo in der Mitte. All das wird eher in schwarzweiß gehalten werden, um dem "Fritz-Walter-Wetter" gerecht zu werden. Vermutlich schießt dann auch Rahn irgendwo aus dem Hintergrund.© Foto: Dieter Menne
Sich das alles heute schon vorstellen zu können, dazu braucht es Imagination. Und natürlich jemanden, der es erklärt. Hier lauschen OB Sierau und DFB-Präsident Niersbach Manuel Neukircher.© Foto: Dieter Menne
Noch ein Rondell. Das könnte die "DFL-Lounge" werden. Oder die "Hall of Fame" des deutschen Fußballs. Die Geschichte des DDR-Fußballs oder die des Frauen-Fußballs wird hier aber nicht untergebracht. Diese beiden Dinge kommen in "Vertiefungen" irgendwo in der Tiefe des Raumes.© Foto: Dieter Menne
Diese Metallstäbe sind heute nur schnöde Stäbe. Aber später einmal werden sie "magische Momente" festhalten. Oder schnöde geschrieben: Auf diese Ständer kommen Flachbildschirme, auf denen dann aus dem Hintergrund Rahn schießt. Oder Lars Ricken von noch weiter weg. Sie erinnern sich?© Foto: Dieter Menne
Da, wo Neukircher gerade hinzeigt, geht es zu zwei Orten: Einmal zu einer Art Kino. Und desweiteren zu einer Gastronomie.© Foto: Dieter Menne
Was hier, wo dieses Kreuz auf dem Boden eingezeichnet ist, Platz nehmen soll? Vielleicht der Frauenfußball? Ein Trikot von Gerald Asamoah? Vielleicht muss hier aber auch einfach nur eine Versorgungsleitung längs. Im Sommer 2015 schauen wir noch einmal nach.© Foto: Dieter Menne
Hier auf jeden Fall kommt das Kino rein.© Foto: Dieter Menne
Und hier die eben schon erwähnte Gastronomie. 60 Plätze groß. Das ist nicht viel, aber die Küche dürfte höherwertig werden, hier gibt es die "Küche der Nationalmannschaft". Und die ist jetzt ja auch nicht so groß.© Foto: Dieter Menne
Wenn Sie über den Baucontainer hinweg schauen, sehen Sie oben eine Fensterfront. Dort gibt es das Nationalmannschaftsessen*.

(*wahrscheinlich was mit Nudeln.)© Foto: Dieter Menne
Vorplatz und Eingangsbereich des Museums. Unten gibt es übrigens auch ein Bistro und man soll auch eine Stadionwurst bekommen können. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass das richtige Stadion zur Wurst ausgewählt wurde, als alte Groundhopper wissen wir, dass es da ja beträchtliche regionale Unterschiede gibt.© Foto: Dieter Menne
Und hier? Wäre das ein Schiff, könnten das die Schornsteine sein. Wir sehen sie qualmen, die MS Deutschland in voller Fahrt, an Bord die DNA des deutschen Fußballs, auf dem Oberdeck Beckenbauer, er schreitet kaiserlich, wie damals 1990, über den Rasen von Rom, in Richtung ewiges Sonnendeck.

Aber da er da schon angekommen ist: Hier sehen Sie profanes Baustellenmaterial für das DFB-Fußballmuseum in Dortmund.
Baukosten 36 Millionen Euro.
Eröffnung im Sommer 2015.© Foto: Dieter Menne
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1800 Ausstellungsstücke warten darauf, ihre Energie hier zu entfalten: Im August, vielleicht September 2015 soll das Fußballmuseum fertig sein. Museumsdirektor Manuel Neukirchner hat am Mittwoch (10. Dezember) Oberbürgermeister Ullrich Sierau und DFB-Präsident Wolfgang Nierbach durch den Rohbau geführt. Durch die Multifunktionshalle werden Besucher auf die andere Seite gelangen. Eine Treppe soll zu einer Mannschaftskabine führen, das soll mal die Garderobe werden. Dann führt der Weg hoch in eine Art Kino und weiter in eine kleine Arena, gewidmet den Weltmeistern von 1954. Die Spieler werden hier lebensgroß gezeigt, etwas weiter soll der Ball ausgestellt werden. Im Bistro können Besucher die Küche der Nationalmannschaft probieren.

Sowohl zeitlich als auch finanziell befindet sich der Museumsbau laut DFB im Plan. Eröffnung soll im Sommer 2015 sein. Das Museum wird rund 36 Millionen Euro kosten. 18,5 Millionen kommen vom Land, 7,9 vom DFB, der Rest von Mercedes und Adidas.

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