Söder zur K-Frage: Wichtig ist auch, was die Bevölkerung will

Kanzlerkandidatur

Nach den CDU-Gremien hat auch das CSU-Präsidium über die Unions-Kanzlerkandidatur beraten. Anders als zunächst angekündigt trat auch Parteichef Markus Söder anschließend vor die Presse.

München/Berlin

12.04.2021, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
CSU-Chef Markus Söder.

CSU-Chef Markus Söder. © picture alliance/dpa

Nach den CDU-Gremien hat sich am Montag das CSU-Präsidium zu Beratungen über die Unions-Kanzlerkandidatur zusammengeschaltet. Neben dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet hatte am Sonntag auch CSU-Chef Markus Söder seine Bereitschaft erklärt, als Kanzlerkandidat für CDU und CSU ins Rennen zu gehen.

Das Präsidium der Christsozialen stellte sich geschlossen hinter Söder als Kanzlerkandidaten, wie Generalsekretär Markus Blume sagte. Anders als zunächst angekündigt trat auch der bayerische Ministerpräsident anschließend vor die Presse. „Heute gibt es sicherlich keine Entscheidung“, betonte er. „Wir werden die Woche noch Zeit brauchen.“

Laschet hatte zuvor angekündigt, er werde noch am heutigen Tag das Gespräch mit Söder suchen: „Eines war heute in unseren Gremien erkennbar: Alle wollen eine schnelle Entscheidung. Alle Fakten liegen auf dem Tisch.“

Söder bekräftigte ein weiteres Mal: „Ich habe nach vielen Wünschen gesagt, dass ich im Zweifelsfall bereit bin, eine solche Kandidatur anzunehmen.“ Wichtig sei, was die Breite der Bevölkerung wolle und dass auch andere Stimmen gehört würden. Parteien könnten „nicht von oben geführt“ werden, betonte er im Hinblick auf die Empfehlungen der Präsidien.

„Offen, ehrlich und freundschaftlich“

Die Gespräche mit Laschet seien bislang „offen, ehrlich und freundschaftlich“. Am Ende werde man „ein Ergebnis haben, das beide Parteien mittragen“, sagte Söder.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet hatte von den CDU-Gremien am Montagvormittag nach Worten von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak breite Rückendeckung bekommen. „Das Meinungsbild im Präsidium als auch im Bundesvorstand ist eindeutig“, sagte Ziemiak.

Am Sonntag hatten beide Politiker erklärt zur Kanzlerkandidatur der Union bereit zu sein. Söder hatte zu seiner Kandidatur gesagt, wenn die CDU als große Schwester diese breit unterstütze, sei er bereit, diesen Schritt zu gehen. Wenn die CDU aber eine andere Entscheidung treffe, werde man dies akzeptieren. Und man werde weiterhin sehr gut zusammenarbeiten.

RND