Soldat erschießt mindestens 26 Menschen bei Amoklauf in Thailand

Schüsse im Einkaufszentrum

In einem thailändischen Einkaufszentrum hat ein Soldat bei einem Amoklauf mindestens 26 Menschen erschossen und mehrere schwer verletzt. Jetzt ist er von einer Spezialeinheit erschossen worden.

Frankfurt aM, Bangkok

09.02.2020, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Militärpolizisten bringen Personen bei einem Einkaufszentrum in Sicherheit. Ein Soldat in Thailand hat zahlreiche Menschen in einem Einkaufszentrum getötet und Dutzende verletzt. Nach dem Blutbad wurde der Täter von Sicherheitskräften getötet.

Militärpolizisten bringen Personen bei einem Einkaufszentrum in Sicherheit. Ein Soldat in Thailand hat zahlreiche Menschen in einem Einkaufszentrum getötet und Dutzende verletzt. Nach dem Blutbad wurde der Täter von Sicherheitskräften getötet. © XinHua/dpa

Im Nordosten Thailands hat ein Soldat mindestens 26 Menschen erschossen. Die Zahl der Opfer bestätigte Premierminister und Ex-Juntachef Prayut Chan-o-cha am Sonntag. Auch der mutmaßliche Attentäter sei getötet worden, berichteten thailändische Medien unter Berufung auf die Polizei.

Mindestens 57 Menschen verletzt

Zudem seien mindestens 57 Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Prayut erklärte, einen Vorfall wie diesen habe es noch nie in Thailand gegeben. Er hoffe, dass die Tat die einzige und letzte dieser Art gewesen sei.

Begonnen hatte das Blutbad am Samstagnachmittag auf einem Militärstützpunkt in der Provinz Nakhon Ratchasima, auch Korat genannt. Demnach hatte der 32 Jahre alte Soldat zunächst seinen Vorgesetzten und zwei weitere Personen getötet.

Über das genaue Motiv wurde zunächst nichts bekannt, allerdings soll er mit der Schwiegermutter des Kommandeurs einen Streit gehabt haben. Später hieß es, es sei um Landstreitigkeiten und Geldfragen gegangen.

Amokläufer wurde von Spezialeinheit erschossen

Anschließend flüchtete der Angreifer mit gestohlenen Waffen, Munition und einem Militärfahrzeug. Auf seiner Flucht durch das Zentrum der gleichnamigen Provinzhauptstadt schoss er wahllos ums sich, unter anderem auf Besucher eines buddhistischen Tempels.

Zudem veröffentlichte er Fotos und Videos von seinen Taten und sich selbst mit einem Gewehr in der Hand in sozialen Netzwerken. Seine Facebookseite wurde deaktiviert.

Nahm mehr als ein Dutzend Geiseln

Zum Schluss verschanzte er sich in einem Einkaufszentrum, wo er Medienberichten zufolge mehr als ein Dutzend Geiseln nahm. Die Gegend um das Einkaufszentrum wurde abgeriegelt, und eine militärische Spezialeinheit versuchte, den Mann zu stellen. Überwachungskameras zeigten den Soldaten, wie er sich in militärischer Montur durch die Flure bewegte.

Nachdem er sich etwa 17 Stunden in dem Einkaufszentrum verschanzt hatte, wurde er von der Spezialeinheit erschossen. Fernsehbilder und Videos in den sozialen Netzwerken zeigten, wie Besucher des Kaufhauses ins Freie flohen oder von der Polizei eskortiert wurden.

RND/epd