Sozusagen Paris

Navid Kermani

Ein Schriftsteller, der Ich-Erzähler in Navid Kermanis Roman "Sozusagen Paris", trifft nach einer Lesung am Signiertisch auf seine Jugendliebe Jutta, über die er einen Roman verfasst hatte. Er lädt sie ein, mit zum gemeinsamen Essen im Anschluss an die Lesung zu kommen.

26.12.2016, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sozusagen Paris

Dort erfährt er, dass sie die Bürgermeisterin des Ortes ist. Anschließend verbringen die beiden die Nacht zusammen in ihrem Heim - und diese Jutta schüttet ihm ihr Herz aus. Aus der Affäre, die sich der Autor ausgemalt hat, wird nichts in diesem etwas anderen Liebesroman.

Porträt einer Frau

Die beiden reden über die Liebe und ihr Scheitern, sodass der Autor lange Zitate aus der französischen Literatur von Balzac, Flaubert, Zola und anderen in seinen Text einfließen lassen kann. Er entwirft das Porträt einer Frau in der Provinz, die sich als Bürgermeisterin engagiert, mit ihrer Ehe hadert und sich über die Vorzüge von Tantra-Sex auslässt.

Auch die Kritik an seinem Werk liefert der Friedenspreisträger Kermani gleich mit, indem er den nörgeligen Lektor zu Wort kommen lässt.

Navid Kermani: Sozusagen Paris, 284 S., Hanser, 20 Euro, ISBN 978-3-446-25276-9.

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