Spezialeinheiten ergreifen Geiselnehmer: 43 Jugendliche und 2 Betreuerinnen in Sicherheit

Geiselnahme in Turnhalle

Ein 25-Jährgier hat am Montagnachmittag in einer Turnhalle im Münsterland 45 Geiseln genommen. Eine Stunde später wurde er von Spezialkräften überwältigt. Alle Geiseln blieben unverletzt.

,

Münster

, 07.01.2019, 23:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 25-jähriger Mann habe am Montag um 17.14 Uhr eine Turnhalle in Lengerich (zwischen Münster und Osnabrück) betreten und die anwesende Übungsgruppe mit dem Zünden einer Bombe bedroht. Das teilten die Staatsanwaltschaft Münster, die Kreispolizeibehörde Steinfurt und die Polizei Münster am späten Abend in einer Pressemitteilung mit.

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand betrat der Mann aus dem Kreis Steinfurt die Turnhalle und drohte damit, in der Halle deponierte Sprengsätze zu zünden“, wird Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in der Mitteilung zitiert. „Nach einigen zusammenhangslosen Forderungen ließ der Täter zunächst die Kinder und Jugendlichen gehen. Die beiden 23-jährigen Betreuerinnen konnten kurze Zeit später ebenfalls die Halle verlassen.“ Die 43 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren und beide Betreuerinnen blieben unverletzt.

Weder Bomben noch andere Waffen gefunden

„Spezialeinheiten der Polizei Münster haben den Täter um 18:20 Uhr im Eingangsbereich der Turnhalle überwältigt und festgenommen“, erläutert Einsatzleiter Martin Mönnighoff in der Mitteilung. „Der Mann hatte bei seiner Festnahme keine Waffen dabei. Sicherheitshalber haben Polizisten mit Sprengstoffspürhunden die Sporthalle abgesucht, jedoch keinen verdächtigen Gegenstand gefunden.“

Der Täter wird laut Mitteilung zurzeit vernommen. „Die Ermittler haben bislang noch keine Hinweise auf die Motivation des Täters“, fasst der Oberstaatsanwalt den bisherigen Ermittlungsstand zusammen. „Sie gehen aktuell dabei auch Hinweisen auf eine psychische Erkrankung des Mannes nach.“

Mit Material von dpa