Staatsanwaltschaft fordert harte Strafe für Harvey Weinstein

Ausstehendes Strafmaß

Wegen einer Vergewaltigung und eines sexuellen Übergriffs wurde Filmmogul Harvey Weinstein schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht noch nicht fest. Das fordert jetzt die Staatsanwaltschaft.

New York

07.03.2020, 14:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Staatsanwaltschaft fordert eine harte Strafe für den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine harte Strafe für den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein. © Mark Lennihan/AP/dpa

Der verurteilte Sexualstraftäter Harvey Weinstein verdient nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eine hohe Strafe. Auf der Grundlage „lebenslangen Missbrauchs anderer, sexuell und anderweitig“, strebe sie eine Strafe an, die „die Ernsthaftigkeit der Straftaten reflektiert“ und ihn „für seinen vollständigen Mangel an Reue für den angerichteten Schaden“ bestraft, teilte die Staatsanwaltschaft einem Richter per Einreichung am Freitag mit.

Staatsanwaltschaft: Muster hinter den Übergriffen

Der frühere Filmproduzent Weinstein wurde am 24. Februar von einer Jury einer Vergewaltigung und eines sexuellen Übergriffs für schuldig befunden. Das Strafmaß soll am Mittwoch festgelegt werden.

Der Staatsanwaltschaft zufolge verfolgte Weinstein bei seinen Übergriffen jahrzehntelang ein Muster, bei dem er es schaffte, mit jungen Frauen alleine in einem Hotelzimmer oder an einem anderen ort zu sein, und sie dann überfiel. Häufig versuchte er sie davon zu überzeugen, es handele sich dabei um einen Weg zum Ruhm.

Weinstein drohen mehr als 25 Jahre Haft

Einer von Weinsteins Anwälten, Arthur Aidala, lehnte einen Kommentar am Freitag ab. Die Verteidigung werde am Montag eine Antwort einreichen. Weinstein hatte stets betont, alle sexuellen Begegnungen seien einvernehmlich gewesen.

Weinstein drohen mindestens fünf und maximal 25 Jahre Haft für einen sexuellen Übergriff, sowie weitere maximal vier Jahre für Vergewaltigung. Der Richter entscheidet, ob die Strafen zeitgleich abgesessen werden können.

Nach dem Schuldspruch war Weinstein nicht sofort in die berüchtigte New Yorker Haftanstalt Rikers Island, sondern wegen Schmerzen in der Brust und hohen Blutdrucks in ein Krankenhaus gebracht worden. Inzwischen wurde er aber auf die Krankenstation des Gefängnisses verlegt.

RND/AP/dpa