Stadt und Vivawest sorgen gerade für riesige Hoesch- und BVB-Kunst am Borsigplatz

mlzQuartiersaufwertung

Es sind riesige Kunstwerke, die inzwischen einige Häuserwände in der Nordstadt schmücken. Geht es nach der Stadt Dortmund, sollen in kommender Zeit noch einige dazukommen.

Borsigplatz

, 06.10.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In vielen Köpfen ist wahrscheinlich immer noch verankert, dass die Nordstadt dreckig und kriminell ist. Seit Jahren versucht die Stadt Dortmund, dieses Bild zu ändern. Nun gibt es eine Finanzspritze für die Wohnungsbaugesellschaft Vivawest.

In der Sitzung des Verwaltungsvorstandes Anfang Oktober beschloss dieser, dem Rat der Stadt Dortmund vorzuschlagen, Vivawest im Rahmen des Hof- und Fassadenprogrammes finanziell zu unterstützen, um das Quartier im Umfeld des Borsigplatzes aufzuwerten. In diesem Bereich betreibt die Wohnungsbaugesellschaft 830 Wohnungen, in ganz Dortmund sind es 9100 Wohnungen.

Mit der zu erwartenden Förderung aus Landes- und Bundesmitteln will die Stadt Dortmund drei Baufelder mit 496.000 Euro unterstützen, wovon circa 100.000 Euro von der Stadt selber kommen sollen.

Auf Anfrage erklärt Vivawest, dass die Modernisierungen die Gebäude am Lütgenholz sowie in der Oesterholz- und Schlosserstraße betreffen. Diese umfassen sowohl bauliche Maßnahmen, als auch eine Neugestaltung der Außenanlagen und Innenhöfe. Damit wolle man laut Vivawest eine „Erhöhung der Aufenthaltsqualität“ schaffen.

Wie das alles später aussieht, kann man bereits im Lütgenholz sehen, wo die Arbeiten seit Kurzem abgeschlossen sind: neu gestaltete Hauseingänge, Hausflure und Müllstandplätze, angebaute Vorstellbalkone.

Hinzu kommen eine bessere Beleuchtung außerhalb der Wohnungen sowie eine Verbesserung der Einbruchmaßnahmen, um sogenannte Angsträume zu eliminieren. Was aber auch Passanten auffällt, sind die neu gestalteten Fassaden: Manche Häuserwände schmücken hier Bilder von der Westfalenhütte oder ein Porträt von Leopold Hoesch.

Stadt und Vivawest sorgen gerade für riesige Hoesch- und BVB-Kunst am Borsigplatz

Auch in der Oesterholz- und, wie hier, in der Schlosserstraße modernisiert Vivawest ihre Immobilien großflächig. © Verena Schafflick

Seit 2017 hat Vivawest rund 6,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Gebäude in der Straße Lütgenholz gesteckt. Hierbei handelt es sich um 21 Gebäude mit 184 Wohnungen. Im Bereich der Schlosser- und Oesterholzstraße betreibt Vivawest ebenfalls 21 Gebäude, aber mit 181 Wohnungen. Hier will die Wohnungsbaugesellschaft mit Sitz in Essen rund 10 Millionen Euro investieren.

Die Stadt wünscht sich, dass diese Arbeiten bis Ende 2020 abgeschlossen werden. Jährlich modernisiert Vivawest nach eigenen Angaben im Schnitt 1800 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen.

Das Hof- und Fassadenprogramm ist Teil des Stadterneuerungskonzeptes Dortmund Nordstadt. Hiermit sollen private Eigentümer sowie Wohnungsunternehmen dazu gebracht werden, mehr in ihre Immobilien zu investieren. „Damit werden die entsprechenden Quartiere aufgewertet und gleichzeitig kann ein Imagegewinn des Stadtbezirks Nordstadt erzielt werden“, so Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter in einer Pressemitteilung.

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