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Radweg auf der Bahntrasse

Südring-Pläne geändert

Seit Jahren ist Gras darüber gewachsen. Das könnte sich noch einmal ändern – allerdings auf andere Weise, als ursprünglich gedacht: Der frühere Bahndamm in Stadtlohn soll künftig vielleicht zu einem Geh- und Radweg umfunktioniert werden.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 11.08.2011 / Lesedauer: 2 min
Radweg auf der Bahntrasse

Auf der alten Bahntrasse in Stadtlohn könnte ein Radweg entstehen.

Dafür gab es jetzt eine breite Mehrheit im Rat. Dass die FDP dagegen stimmte, verwunderte nicht: Sie hatte das Thema ja erst mit einem eigenen Antrag auf die Tagesordnung gebracht, dabei aber in eine andere Richtung gezielt. Die Liberalen hatten gefordert, „mit sofortiger Wirkung sämtliche Überlegungen beziehungsweise Planungen bezüglich des Südrings, zweiter Teilabschnitt, eingestellt werden und vom Bau des Südrings endgültig abgesehen wird“. Damit sollte die Stadt die Konsequenz aus der juristischen Niederlage ziehen, die sie vor dem Oberverwaltungsgericht erlitten hatte: Das hatte den Bebauungsplan aufgehoben, mit dem eine neue Straße auf der alten Bahntrasse verwirklicht werden sollte (Münsterland Zeitung berichtete). Gleichzeitig wollte die FDP erreichen, dass die Stadt den Anliegern der früheren Eisenbahnverbindung zum Kauf anbietet. Die Verwaltung hatte sich in ihrer Vorlage gegen ein solches Vorgehen ausgesprochen. Die Trassenflächen sollten nicht an die Anlieger verkauft werden; vielmehr solle diese weiterhin für öffentliche Zwecke dienen. Konkret schlug die Verwaltung vor: „Mit dieser Radwegeverbindung könnte eine von der Vredener Straße bis zur Bahnallee gradlinige, durchgehende, mit Sicherheit insbesondere für den Schülerverkehr attraktive Trasse geschaffen werden.“ Die Mehrheit des Rates konnte sich dieser Position anschließen. Doch zunächst hatte FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Schöning dafür geworben, den Verkauf an die Anlieger nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Als Alternative schlug er vor, die Flächen an die Interessenten zu verpachten, bis eine endgültige Perspektive für die Trasse feststehe. Diesen Weg mochten die anderen Fraktionen so nicht mitgehen. Der Tenor bei ihnen: Das Planverfahren solle nicht aufgehoben, sondern geändert werden - nicht mehr mit einer Straße als Ziel, sondern mit einem Geh- und Radweg.

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