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Situation hat sich entschärft

Hochwasser

Das Hochwasser hat Stadtlohn zwei Tage lang in Atem gehalten. Jetzt hat sich die Situation entspannt.

STADTLOHN

, 25.06.2016
Situation hat sich entschärft

Viele halfen mit, um der Situation an der Fliednerschule Herr zu werden.

16.10 Uhr: Hier noch ein aktuelles Video vom heutigen Sonntag, das auf YouTube veröffentlicht wurde:

 

15.35 Uhr: Bürgermeister Helmut Könning hat im Gespräch mit der Münsterland zeitung ein erstes Fazit des Hochwassers gezogen. Er zollte allen Helfern Lob für ihr überwältigendes Engagement, das geholfen habe, das Schlimmste zu verhindern. Könning kündigte aber auch Konsequenzen an: Das Hochwasser habe kritische Stellen offenbart, die es genauer zu prüfen gelte. Zudem habe es gezeigt, dass das Hochwasserschutzkonzept so schnell wie möglich umgesetzt werden müsse.

14.40 Uhr: In Gescher hat sich die Lage soweit normalisiert, dass der örtliche Krisenstab aufgelöst werden kann. Die Berkel sei nahezu überall wieder in ihrem Flussbett, schreibt Bürgermeister Thomas Kerkhoff über Facebook. Die Feuerwehr löse ihre Einsatzorte auf und kehre in die Rettungswache zurück. 

13.10 Uhr: An einer Stelle hat sich die Lage noch einmal etwas zugespitzt: Das betrifft den Fürstenkamp, eine kleine Verbindungsstraße vom Einkaufszentrum Pfeifenofen abgehend. Dort ist eine Stelle im Deich ziemlich durchgeweicht, berichtet Markus Vennemann von der Feuerwehr in Stadtlohn: "Da kommt etwas Wasser durch." Die Feuerwehr setzt erfolgreich Pumpen ein, um das Wasser abzuziehen. Die Pegel sinken weiter, an der Fliednerschule sehe es inzwischen recht gut aus. Die Lage entspanne sich insgesamt weiter. Allerdings laste immer noch ein großer Druck auf allen Dämmen, die inzwischen sehr durchgeweicht seien.

12.44 Uhr: Die Stadt hat die Uferstraße, die Brücke Uferstraße und die Straße Am Losbergpark wieder freigegeben. Unterdessen muss der Unterricht am Montag auch an der Fliednerschule ausfallen. In der Losbergschule ist aufgrund der Schäden zurzeit kein Schulbetrieb möglich. Die Kita Spielkiste hat ihren Betrieb in den Steinkamp verlegt, die Eltern sind informiert, so die Stadt.

10.21 Uhr: Ein weiteres eindrucksvolles Video auf YouTube. Es zeigt den östlichen Abschnitt der Berkel Höhe Kalterbrücke aus der Luft: 

10.06 Uhr: Auch in Stradtlohns Nachbarstadt Gescher war die Lage lange angespannt. Einen Überblick vermittelt ein Bericht der örtlichen Feuerwehr: http://www.feuerwehr-gescher.de/23-25-06-2016-unwetter-fordert-die-hilfskraefte-massiv-einsaetze-dauern-an/ Eine aktuelle Übersicht des Kreises Borken mit dem Stand von Samstagabend gibt es hier: https://kreis-borken.de/de/newspublic/news/article/detail/News/aktuelle-situation-am-fruehen-samstagabend-25062016-katastrophenalarm-im-kreis-borken/

Sonntag, 9.50 Uhr: Der Pegel der Berkel sinkt. Die Stadt Stadtlohn geht davon aus, dass langsam Entspannung einsetzt. In einer am Sonntagmorgen veröffentlichten Mitteilung heißt es: "Am Messpunkt in Gescher sinkt der Pegel derzeit sehr schnell." Die Brücken Grabenstraße, Mühlenstraße und Uferstraße seien immer noch nicht befahrbar und daher gesperrt. Die Feuerwehr bittet um besondere Vorsicht im Bereich der Gewässer. Der zu erwartende Rücklauf könne gefährliche Situationen mit sich bringen. Die Stadt richtet ein Bürgertelefon ein. Von Montag, 27. Juni, 8 Uhr an werden unter Tel. (02563) 87-300 und 87-320 Fragen zur Hochwassersituation beantwortet und Hilfen koordiniert.

20.12 Uhr: Nach wie vor sind die Brücken Grabenstraße/Mühlenstraße und Uferstraße nicht befahrbar. Wieder passierbar sind die Brücken Kalterweg und Schanzring.

18.19 Uhr: Geschers Bürgermeister Thomas Kerkhoff ist optimistisch. Im Gescher Blog heißt es dazu: "Der Pegel der Berkel ist in den letzten Stunden noch einmal um 65 cm gestiegen. Der Pegel ist aber stabil. Ohne weiteren Regen, davon gehen wir aus, wird er auch nicht weiter steigen."

18.11 Uhr: Eigentlich hatte Gescher morgen sein Stadtfest feiern wollen. Doch das Hochwasser fordert Konsequenzen: Das Fest fällt aus.

18.00 Uhr: Die Sorgen bei den Einsatzkräften reißen trotz aller Erfolge in der Bekämpfung des Hochwassers nicht ab. Denn aus Gescher werden derzeit wieder steigende Pegelstände gemeldet, und auch in Stadtlohn steigt das Wasser bereits wieder um einige Zentimeter. "Wir waren eigentlich guter Dinge", sagt Markus Vennemann von der Feuerwehr. Denn der Damm an der Fliednerschule konnte fertiggestellt werden. Ein großes Lob gelte dabei der Hilfe durch die Bevölkerung, ebenso den Firmen, die viele LKW-Ladungen mit Sand bereitstellen. Doch die Einsatzkräfte sind inzwischen selbst so langsam am Ende ihrer Kräfte. Dennoch wird die Feuerwehr am Abend und in der Nacht die Situation genau beobachten und dazu Rundgänge unternehmen.

14.59 Uhr: Die St.-Otgerus-Schützen haben ihr für dieses Wochenende geplantes Fest aufgrund der Hochwasserkatastrophe komplett abgesagt. Der Verein schreibt auf Facebook: "Die Hochwasser-Katastrophe in Stadtlohn ließ keine andere Entscheidung zu, so bedauerlich es für alle Freunde des Schützenwesens auch ist. Hier kann man von einem Novum in der 105jährigen Vereinsgeschichte sprechen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Schützenmesse am Samstag um 18.00 Uhr in St. Otger gefeiert wird. Es ist "Zivil" und keine Uniform angesagt."

14.25 Uhr: Wir haben mit Markus Vennemann von der Feuerwehr in Stadtlohn gesprochen. Demnach ergibt sich derzeit folgendes Lagebild: Die größte Baustelle im wahrsten Sinne des Wortes stellt sich für die Einsatzkräfte momentan an der Fliednerschule dar. Dort kann an einer Stelle nur mit Sandsäcken gearbeitet werden. Mit Hochdruck werden dort derzeit Säcke verlegt. Auch die Nachbarn packen fleißig mit an. Zur Unterstützung sind Einsatzkräfte aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh eingetroffen. Der Pegel der Berkel ist zwar zunächst gefallen. Gescher meldet jedoch nach den Regenfällen einen Anstieg. Es muss abgewartet werden, wieviel davon im flussabwärts gelegenen Stadtlohn ankommt. Die Straßen im betroffenen Bereich sind "einigermaßen" wieder befahrbar. An der Losbergschule wird seit Stunden gepumpt, um das Wasser aus dem Keller zu bekommen.

14.11 Uhr: Im Internet kursiert ein Aufruf, erneut Sandsäcke zu befüllen. Die Stadt dementiert das umgehend: Einen solchen Aufruf gebe es zurzeit nicht: "Sobald helfende Hände benötigt werden, gibt der Krisenstab eine Info bekannt."

13.31 Uhr: Unser Fotograf Janny Heisterborg war am Vormittag in Stadtlohn unterwegs und hat von den Brennpunkten des Geschehens Bilder mitgebracht.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Hochwasserlage am Samstag

Die Situation in Stadtlohn hat sich an manchen Stellen schon etwas entspannt, das Wasser ging zurück. An anderen Punkten blieb es zunächst kritisch.
25.06.2016
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Aus der Luft wurde am Freitag das Ausmaß des Hochwassers am Besten deutlich.© Foto: Oliver Busch
Die Lage hielt die Einsatzkräfte lange in Atem.© Foto: Freiwillige Feuerwehr Wadersloh
Die Lage hielt die Einsatzkräfte lange in Atem.© Foto: Freiwillige Feuerwehr Wadersloh
Die Lage hielt die Einsatzkräfte lange in Atem.© Foto: Freiwillge Feuerwehr Wadersloh
Die Lage hielt die Einsatzkräfte lange in Atem.© Foto: Freiwillige Feuerwehr Wadersloh
Die Lage Samstagmittag an der Fliednerschule© Foto: Feuerwehr Stadtlohn
Die Lage Samstagmittag an der Fliednerschule© Foto: Feuerwehr Stadtlohn
Die Lage Samstagmittag an der Fliednerschule© Foto: Feuerwehr Stadtlohn
Die Lage Samstagmittag an der Fliednerschule© Foto: Feuerwehr Stadtlohn
An der Kalterbrücke© Foto: Janny Heisterborg
An der Kalterbrücke© Foto: Janny Heisterborg
Sandsäcke schützen Häuser nahe der Kalterbrücke.© Foto: Janny Heisterborg
An der Kalterbrücke© Foto: Janny Heisterborg
Sandsäcke schützen Häuser nahe der Kalterbrücke.© Foto: Janny Heisterborg
Nahe der Losbergschule© Foto: Janny Heisterborg
Die Losbergschule war vom Hochwasser betroffen.© Foto: Janny Heisterborg
Die Losbergschule war vom Hochwasser betroffen.© Foto: Janny Heisterborg
Wasser auf der Mühlenstraße© Foto: Janny Heisterborg
Wasser auf der Mühlenstraße© Foto: Janny Heisterborg
Wasser auf der Mühlenstraße© Foto: Janny Heisterborg
Wasser auf der Mühlenstraße© Foto: Janny Heisterborg
Das Elektronikgeschäft am Pfeifenofen© Foto: Janny Heisterborg
Das Elektronikgeschäft am Pfeifenofen© Foto: Janny Heisterborg
Sandsäcke schützen die Mauer hinter dem Pfeifenofen.© Foto: Janny Heisterborg
Sandsäcke schützen die Mauer hinter dem Pfeifenofen.© Foto: Janny Heisterborg
Sandsäcke schützen die Mauer hinter dem Pfeifenofen.© Foto: Janny Heisterborg
Die Berkel nahe der Fliednerschule; Kevin zeigt das Ausmaß der Überschwemmung© Foto: Janny Heisterborg
Damm an der Fliednerschule© Foto: Janny Heisterborg
Die Berkel am Freibad© Foto: Janny Heisterborg
Schlagworte Stadtlohn

12.25 Uhr: Die Stadt Stadtlohn hat die Veranstaltung abgesagt, die heute eigentlich in der Musikschule stattfinden sollte. Die Schule selbst sei zwar nicht vom Hochwasser gefährdet, " aber die Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste (auch von außerhalb) könnten durch die extreme Lage Probleme bei der Anreise bekommen", so die Stadt.

12.00 Uhr: Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf mehrere kritische Stellen. Vom Wasser immer noch bedroht ist der Euronics-Markt. Dort war die Mauer gefährdet, die die Berkel noch in ihrem Bett hält. Kritisch ist die Lage auch noch nahe der Fliednerschule. Ein zweiter Wall soll verhindern, dass der durchweichte erste Wall nicht mehr standhält.

Unterdessen ist die Uferstraße wieder befahrbar. Jetzt offenbart sich aber auch das Ausmaß der Schäden, die die Fluten in der dort liegenden Losbergschule angerichtet haben. Die Stadt Stadtlohn teilt mit, dass der Schulbetrieb dort am Montag und Dienstag ausfällt. In der Johannesschule läuft der Unterricht planmäßig.

Bericht des Krisenstabs

Mit Sorge beobachten die Verantwortlichen das Wetter. Die anhaltenden Regenfällen könnten zu einer erneuten Zuspitzung der Situation führen. Der Krisenstab beim Kreis Borken hat folgende Mitteilung zur Situation im Südkreis herausgegeben: "Im Verlauf der Bocholter Aa hat die Scheitelwelle den Pegel in Rhedebrügge passiert. In den vorgelagerten Kommunen, insbesondere in Borken-Gemen und Velen-Ramsdorf, sind sinkende Pegelstände zu verzeichnen. In diesen beiden vom Hochwasser besonders betroffenen Ortslagen ist damit eine deutliche Entspannung der akuten Lage eingetreten. Es laufen Aufräumarbeiten und teilweise werden noch vollgelaufene Keller ausgepumpt. Einzelne Straßensperrungen in Gemen bestehen aber weiterhin.Besonders im Fokus ist zum einen die Ortslage Rhede-Krechting. Dort werden weitere Sicherungsmaßnahmen an der Bocholter Aa durchgeführt. Insbesondere werden weitere Sandsäcke „verbaut". Zum anderen werden weitere Sicherungsmaßnahmen für Isselburg getroffen.

  • Der Live-Ticker ist beendet.
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