Stilles Wasser im Test: Wenige Produkte sind schadstoffbelastet

Öko-Test

Die Zeitschrift „Ökotest“ hat verschiedene stille Mineralwasser getestet. Die meisten davon können von Verbrauchern ohne Probleme getrunken werden, resümieren die Tester.

29.06.2020, 07:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Punktabzüge gab es im Test für wenig nachhaltige Verpackungen wie bei PET-Flaschen.

Punktabzüge gab es im Test für wenig nachhaltige Verpackungen wie bei PET-Flaschen. © picture alliance/dpa

„Ökotest“ hat 100 verschiedene Trinkwasser-Produkte getestet. Viele davon sind den Testern zufolge unbedenklich, einige Produkte enthielten aber auch ungesunde Inhaltsstoffe. Besonders bedenklich: Zu den durchgefallenen Produkte gehören auch Produkte mit stillem Wasser, die für Säuglingsnahrung geeignet sein sollen.

Fünf Wasser fallen durch

Der Test hat gezeigt: Die Auswahl an völlig unbelasteten Produkten ist groß. 41 von ihnen schneiden „sehr gut“ ab, 22 sind „gut“. Alle getesteten Wasser waren keimfrei.

Allerdings wurden in einigen Produkten bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden - wie Abbauprodukte von Pestiziden, Süßstoffe, Nitrat, Vanadium, Uran und Bor. Deswegen fallen fünf stille Wasser im Test durch, 32 schneiden mittelmäßig ab.

Ökotest achtet auch auf Nachhaltigkeit bei der Verpackung

Zwei Markenwasser, die zur Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgeschrieben wurden, fielen in dem Test durch. In „Evian“ und „Volvic“ von Danone Waters wurden Schadstoffe im Labor entdeckt. Das Evian-Wasser überschritt in der Analyse den Grenzwert für Uran. Das Element kann Nieren und Lungen schädigen und sich im Körper anreichern.

Im „Volvic“-Wasser wurde das Element Vanadium festgestellt. Es kommt in Vulkangestein vor und steht im Verdacht, krebsfördernd zu sein und Keimzellen zu schädigen. Ein weiterer Kritikpunkt der Experten: Wasser, das ausschließlich in PET-Flaschen angeboten werde. „Ökotest“ legt als ein Testkriterium auch Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

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