Stoff und Papier für die Nase

24.01.2019, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stofftaschentücher gibt es auch 90 Jahre nach Erfindung von „Tempo“ immer noch.Dpa

Stofftaschentücher gibt es auch 90 Jahre nach Erfindung von „Tempo“ immer noch.Dpa © picture alliance / dpa

Stadtlohn. Vor ziemlich genau 90 Jahren erfand Oskar Rosenfelder Papiertaschentücher. Er gab ihnen den Namen „Tempo“. Der Markenname steht auch heute noch allgemein für Papiertaschentücher. Obwohl es mittlerweile viele andere Marken gibt. Es kommt zum Beispiel keiner auf die Idee „Hast du mal ein Papiertaschentuch für mich?“ zu fragen.

Bevor es Papiertaschentücher gab, putzten sich die Menschen lange Zeit mit Stofftaschentüchern die Nase. Doch besonders bei einer starken Erkältung ist das sehr unhygienisch. Bakterien können sich schnell vermehren, wenn immer wieder dasselbe Taschentuch verwendet wird. Andererseits ist es für die Umwelt schädlich, Berge von benutzten Papiertaschentüchern wegzuschmeißen.

Wir haben uns in Stadtlohn umgehört, welche Art von Taschentüchern die Menschen benutzten. Und das Ergebnis war interessant. Viele nutzen auch heute noch Stofftaschentücher. „Es ist einfach stilvoller“, sagt zum Beispiel Gregor Krafeld. Er arbeitet beim Modehaus Demes und kennt die neuesten Trends. Auch Mathilde Terbrack bevorzugt Taschentücher aus Stoff: „Sie sind schöner. Aber bei einer starken Erkältung benutze ich trotzdem Papiertaschentücher.“ Es kommt also immer auf den Anlass an.