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Störungen im Zugverkehr halten nach Bahnstreik bis in den Abend an

Bahnstreik

Zugausfälle, Verspätungen, hunderte Kilometer lange Staus: Die Auswirkungen des Warnstreiks bei der Bahn waren massiv. Erst am Dienstag soll der Betrieb laut DB wieder nach Plan laufen.

NRW

10.12.2018 / Lesedauer: 3 min
Störungen im Zugverkehr halten nach Bahnstreik bis in den Abend an

Nichts ging mehr bei der Bahn am Montagmorgen. © Karla, Wiebke

Keine S-Bahnen, keine Regionalbahnen und erst recht keine ICE: Zum Start in die Woche hat ein Warnstreik bei der Bahn die Pendler mächtig ausgebremst. Zeitweise war am Montagmorgen der komplette Zugverkehr in NRW eingestellt.

Mit den Arbeitsniederlegungen hatte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Schaltzentralen des Schienennetzes außer Betrieb gesetzt. Insgesamt 25 zentrale Stellwerke wurden nach Bahnangaben bestreikt. „Wenn keine Signale und Weichen gestellt werden, kann auch kein Zug fahren“, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf.

Der Streik begann bereits um 4 Uhr und damit eine Stunde früher als angekündigt. Die Bahn stellte den Fernverkehr komplett ein. Seit 9 Uhr ist der Streik offiziell beendet. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Behinderungen noch den ganzen Tag andauern werden. „Für Dienstagmorgen rechnet die DB bundesweit mit einem fahrplanmäßigen Zugverkehr“, so die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung.

Die Lage in NRW:

In NRW begann der Streik nach Informationen der Deutschen Bahn im Großraum Essen/Dortmund, damit gab es schnell Auswirkungen auf ganz NRW. Um kurz vor 8 Uhr wurde der Bahnverkehr in NRW komplett eingestellt - sowohl im Fern-, als auch im Nahverkehr. Vom Warnstreik waren am Montag deutschlandweit über 1400 Züge der Deutschen Bahn betroffen.

Inzwischen fahren wieder Züge von den Bahnhöfen ab - bis zur Rückkehr zum normalen Fahrplan jedoch wird es dauern. Hier geht es zu den Abfahrtstafeln der Deutschen Bahn für die einzelnen Bahnhöfe. Rund 2,4 Millionen Menschen verkehren täglich in NRW auf der Schiene, die meisten davon im riesigen Ballungsraum zwischen Rhein und Ruhr.

Reaktionen auf den Bahnstreik:

Erstattung und Umbuchung:

Die Bahn empfahl allen Reisenden, ihre Fahrt möglichst zu verschieben. Für Flexpreis- und Sparpreistickets mit Gültigkeit am Montag wurde die Tages- und Zugbindung aufgehoben, die Tickets können auch am Dienstag flexibel genutzt werden. Wer komplett zurücktreten will, bekommt online gekaufte Fahrkarten mit diesem Formular erstattet. Die Bahn hat unter 0800/996633 eine kostenlose Hotline eingerichte.

Der Grund des Warnstreiks:

Die Gewerkschaft EVG will mit dem Streik im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

Die Verkehrslage auf den Straßen:

Pendler sollten heute weiterhin viel Zeit einplanen. Auch im Berufsverkehr am Nachmittag dürfte es voll werden.

Mit dpa

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