Studie: Im Büro ist die Aerosol-Belastung deutlich höher als im Kino

Coronavirus

Eine Studie der Technischen Universität Berlin besagt, dass die Aerosol-Belastung in Büros deutlich höher ist als im Kino. Können Kinos deshalb die Abstandsregeln von 1,5 Metern reduzieren?

Berlin

24.07.2020, 06:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Studie der TU Berlin besagt, dass die Aerosol-Belastung in Büros deutlich höher ist als im Kino.

Eine Studie der TU Berlin besagt, dass die Aerosol-Belastung in Büros deutlich höher ist als im Kino. © picture alliance/dpa

Die Konzentration der für die Übertragung von Corona-Viren relevanten Aerosole ist in Kinosälen deutlich geringer als in einem Büroraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Studie des Hermann-Rietschel-Instituts der Technischen Universität Berlin für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF Kino.

Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen werde. Das hängt laut Studie auch mit der Lüftungsart in den Kinos zusammen.

Verband fordert Reduzierung der Abstandsregeln

Der Verband HDF Kino fordert deswegen, die Abstandsregelung von 1,50 Metern zu reduzieren, da die Sicherheit der Besucher gewährleistet sei. Nur wenn Kinos ihre Kapazitäten erhöhen können, werde es mehr neue Filme geben, mit denen die Kinos die Krise überleben könnten.

RND/dpa