Tanklaster fährt gegen Tunnelwand: Vier Verletzte - A40 in Essen war voll gesperrt

Vollsperrung

Ein Tanklaster mit Chemikalien ist am Montag im A40-Tunnel in Essen gegen eine Wand gefahren und mit drei Autos zusammengestoßen. Die A40 war in beide Richtungen voll gesperrt.

Essen

, 17.12.2019, 08:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tanklaster fährt gegen Tunnelwand: Vier Verletzte - A40 in Essen war voll gesperrt

Die Zugmaschine des Tanklastzuges wurde erheblich beschädigt, der Fahrer schwer verletzt. © Mike Filzen/Feuerwehr Essen

Bei einem schweren Verkehrsunfall im A40-Tunnel in Essen sind am Montagnachmittag vier Menschen schwer verletzt worden. Die Autobahn wurde zwischenzeitlich in beide Richtungen voll gesperrt, es gab kilometerlange Staus im Berufsverkehr.

Ein mit Chemikalien beladener Tanklastzug war am späten Nachmittag in der Nordröhre des Tunnels (Richtung Duisburg) an einem Stauende gegen die Wand gekracht, anschließend schob der der Tankzug laut Feuerwehr Essen noch drei Autos ineinander, einen Opel Zafira, einen VW Tiguan und einen VW Beetle. Vier Menschen wurden laut Polizei dabei verletzt, darunter auch der Lkw-Fahrer. Der Tunnel wurde sofort gesperrt.

Tanklaster fährt gegen Tunnelwand: Vier Verletzte - A40 in Essen war voll gesperrt

Etwa 100 Meter hinter dem nördlichen Tunnelmund ereignete sich der Unfall. © Mike Filzen/Feuerwehr Essen

Die Zugmaschine des Tankzuges und der Tiguan wurden erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit, auch der Beetle musste abgeschleppt werden. Glücklicherweise, so die Feuerwehr, blieb der Tankauflieger unbeschädigt, es lief keine Chemikalie aus. Eine geringe Menge Flüssigkeit aus dem Tankauflieger entpuppte sich als Wasser.

Kilometerlange Staus auf der Autobahn und in der Innenstadt von Essen

Doch die Lage war zunächst unklar, daher rückte ein Spezialfahrzeug für Gefahrgutunfälle aus und auch die südliche Röhre des A40-Tunnels (Richtung Dortmund) wurde gesperrt. Es gab kilometerlange Staus auf der Autobahn und auch in der Essener Innenstadt.

Gegen 18.30 Uhr war endgültig klar, dass kein Gefahrstoff, sondern nur eine Wasser austrat, die Feuerwehr rückte bis auf ein Löschfahrzeug ab. Um 20 Uhr konnte die Spur Richtung Dortmund wieder frei gegeben, gegen 21 Uhr die Fahrbahn Richtung Duisburg.

Flüssigkeit trat aus Isolierschicht und Warmwasserheizung aus

Wie die Feuerwehr Essen mitteilte, hatte der Tankzug 25 Tonnen einer Chemikalie geladen, die unter erhöhter Temperatur transportiert werden muss. Dazu verfügte der Lastzug ähnlich wie eine Thermoskanne über eine spezielle Isolierung und eine „Warmwasserheizung“. Aus dieser Isolier- und Wärmeschicht trat tropfenweise die Flüssigkeit aus, die sich später als Wasser herausstellte.

Der Gesamtschaden des Unfalls beläuft sich laut Polizei schätzungsweise auf 150.000 Euro.

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