Tiktok: Video-App geht mit neuen Funktionen gegen Falschinformationen vor

Fake-News

Die Video-App Tiktok sagt Falschinformationen mit neuen Funktionen den Kampf an. Die Funktionen sollen Nutzer und Creator auf nicht verifizierte Inhalte hinweisen.

24.03.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tiktok will mit neuen Funktionen auf nicht verifizierte Nachrichten hinweisen.

Tiktok will mit neuen Funktionen auf nicht verifizierte Nachrichten hinweisen. © picture alliance/dpa/AP

Die Video-App Tiktok führt im Kampf gegen Falschinformationen neue Funktionen ein. „Ein neuer Warnhinweis informiert Nutzer*innen darüber, dass der Inhalt nicht verifizierte Informationen enthält – ein Schritt um die Verbreitung von Falschinformationen einzuschränken“, teilte Tiktok am Dienstag mit. Die chinesische Social-Media-App arbeitet mit verschiedenen Faktenprüfern zusammen, um Inhalte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen – unter anderem mit Politifact, Lead Stories, Sciverify und der Deutschen Presse-Agentur.

Nutzer und Creator werden über nicht verifizierte Inhalte benachrichtigt

Die drei neuen Funktionen sollen Nutzern dabei helfen, „bewusster zu entscheiden, welche Inhalte sie weiterverbreiten möchten“, so Tiktok. Sie werden heute (23. März) unter anderem in Deutschland eingeführt. Nutzern soll nun durch ein Banner auf dem Video signalisiert werden, wenn der Inhalt geprüft, aber noch nicht abschließend verifiziert worden ist.

Auch der Creator des Videos wird darüber benachrichtigt. Wenn Nutzer zudem ein nicht verifiziertes Video weiterleiten wollen, wird ihnen das ebenfalls angezeigt. „Dieser zusätzliche Schritt soll eine Reflexion darüber anregen, ob der*die Nutzer*in das Video wirklich teilen möchte“, teilt Tiktok mit. Nutzer können dann die Weiterleitung entweder abbrechen oder das Video trotzdem teilen.

Tiktok hat die Funktionen nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Unternehmen für Verhaltensforschung, „Irrational Lab“, getestet. Den ersten Testergebnissen zufolge ist die Häufigkeit, mit der Nutzer markierte Videos weitergeleitet haben, durch die Funktionen um 24 Prozent gesunken. Nicht verifizierte Inhalte erhielten zudem 7 Prozent weniger Likes.

RND/bk